Herbstträgheit: Den inneren Schweinehund austricksen und fit bleiben

Von: Ilka Kreutzträger, dapd
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innerer schweinehund
Der Winter rückt näher und mit den stetig fallenden Temperaturen sinkt bei vielen Menschen die Motivation, sich regelmäßig zu bewegen. Für den Weg zur Arbeit bleibt das Fahrrad stehen und statt noch eine Runde durch den Park zu drehen, bleibt man lieber gleich auf dem Sofa sitzen. "Natürlich schwindet mit dem Tageslicht auch schnell mal die Aktivität. Und es gibt im Herbst und Winter eine vermehrte Kuschelsucht", sagt Stefan Frädrich, Kölner Mediziner und Motivationstrainer. Um die aufkommende Trägheit erfolgreich auszutricksen, rät der Motivationstrainer, nicht so viel Alkohol zu trinken, nicht zu schwer zu essen und nicht zu viel Zucker zu sich zu nehmen. Lieber die Schokolade und die Kekse mal weglassen. Foto: dapd

Köln. Der Winter rückt näher und mit den stetig fallenden Temperaturen sinkt bei vielen Menschen die Motivation, sich regelmäßig zu bewegen. Für den Weg zur Arbeit bleibt das Fahrrad stehen und statt noch eine Runde durch den Park zu drehen, bleibt man lieber gleich auf dem Sofa sitzen.

Motto: Ich würde ja wirklich gern noch Sport treiben, aber wer mag schon bei Regen und Dunkelheit vor die Tür gehen?

„Natürlich schwindet mit dem Tageslicht auch schnell mal die Aktivität. Und es gibt im Herbst und Winter eine vermehrte Kuschelsucht”, sagt Stefan Frädrich, Kölner Mediziner und Motivationstrainer. Um die aufkommende Trägheit erfolgreich auszutricksen, rät der Motivationstrainer, nicht so viel Alkohol zu trinken, nicht zu schwer zu essen und nicht zu viel Zucker zu sich zu nehmen.

Lieber die Schokolade und die Kekse mal weglassen. Dann falle es nicht so schwer, aktiv zu bleiben. „Und manchmal muss auch eine kleine Hürde wie die Dunkelheit einfach überwunden werden”, sagt Frädrich. „Ist der Anfang dann erst einmal gemacht, kommt der Spaß an der Bewegung von allein.”

Dunkelheit ist oft nur eine Ausrede

„Es ist allerdings so, dass viele Menschen untätig darauf warten, dass die Motivation zu ihnen kommt”, sagt Frädrich. Aber wer sich nur aufs Sofa setze und darauf warte, dass die Lust zu laufen, zu schwimmen oder zu einem anderen Sport einfach so über ihn komme, könne lang warten - unabhängig vom Wetter.

Denn die dunkle und nasskalte Jahreszeit sei dann bloß ein willkommener Vorwand, sich gegen Bewegung zu entscheiden. Einen Zusammenhang zwischen den dunklen Tagen und der mangelnden Aktivität gebe es nämlich aus medizinischer Sicht nicht. „Da wird eine Pseudo-Kausalität als Ausrede für die eigene Trägheit benutzt”, sagt Frädrich.

Die Frage sei, ob man ein aktives Leben führen wolle oder nicht. „Wollen wir Opfer zum Beispiel vom Wetter sein oder lieber Gestalter unseres Tages?”, sagt Frädrich. Gesünder sei es, sich unabhängig von den äußeren Umständen Bedürfnisse zu schaffen.

Denn regelmäßiger Sport und ein aktiver Lebensstil seien letztlich eine Frage der Gewohnheit - genauso wie man sich auch an die Currywurst als Stressbewältiger nach einem anstrengenden Arbeitstag gewöhnen könne. „Wer regelmäßig Sport macht, der schafft sich damit ein Bedürfnis nach Bewegung und wird auf das angenehme Gefühl nach dem Sport auch im Winter nicht verzichten wollen”, sagt Frädrich.

Passenden Sport zur Gewohnheit machen

„Grundsätzlich ist es wichtig, einen Sport zu finden, der einem wirklich liegt”, sagt Frädrich. Für den Einzelgänger kann das die einsame Laufrunde sein und wer gern in Gesellschaft ist, der sollte sich einer Laufgruppe anschließen oder sich mit einer Freundin verabreden.

„Wichtig ist auch, sich nicht zu zwingen”, sagt Frädrich. Es bringe auf Dauer nichts, mal irgendwo gelesen zu haben, dass es gut sei, joggen zu gehen und daraus zu schließen, man müsse jetzt joggen. „Das hält man auf Dauer nicht durch und spätestens, wenn es draußen wieder dunkel und kalt wird, ist die nächste Ausrede schon parat.” Wer aber etwas gefunden habe, was ihm wirklich Freude bereitet und es sich zur Gewohnheit macht, der werde auch in der dunklen Jahreszeit gern und regelmäßig zum Sport gehen.
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