Hauterkrankung: Nicht jede Behandlung ist medizinisch notwendig

Von: ddp
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Köln. Private Krankenversicherer zahlen nur für medizinisch notwendige Behandlungen - was aber notwendig ist und was nicht, sorgt oft für heftigen Streit zwischen Versichertem und Versicherer.

In einem vor dem Amtsgericht Köln (AZ: 118 C 513/07) verhandelten Fall ging es um einen Versicherten, der an der sogenannten Rosazea litt. Diese Hauterkrankung ist für die Betroffenen eine Qual, da sie Gesicht mit fleckförmigen, teils schuppenden Rötungen sowie entzündlichen Pusteln überzieht. Kein Wunder also, dass Patienten jede Hoffnung auf Heilung wahrnehmen.

Eine Behandlung der Rosacea mit Fruchtsäure und Laser hielt ein Versicherter für aussichtsreich, um die Hautkrankheit loszuwerden. Die private Kasse musste die Kosten dafür jedoch in diesem Fall nicht übernehmen. Denn anders als der Versicherte selbst konnte der vom Gericht bestellte Sachverständige die medizinische Notwendigkeit beim besten Willen nicht sehen, sondern hielt die Behandlung eher für kontraproduktiv, zumal auch der eingesetzte Laser nicht der richtige war.

Damit blieb der Patient auf den Kosten sitzen. Sinnvoller ist es in einem solchen Fall sicherlich, die Kostenübernahme vor der Behandlung abzuklären, damit man sich die teuren Prozesskosten sparen kann.

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