Gut geputzt: Brush-Sticks als Alternative zu Zahnseide

Von: ddp
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Moers. Bürsten allein reicht nicht: Beim Zähneputzen ist die Reinigung der Zwischenräume ebenso wichtig.

Die Frage, ob man eher auf Zahnseide oder auf spezielle Bürsten zurückgreifen sollte, ist dabei mehr als eine persönliche Geschmackssache. „Das hängt auch von den anatomischen Gegebenheiten ab”, erläutert Rüdiger Butz, Zahnarzt in Moers.

„Ist der Zwischenraum sehr eng oder durch einen Zahnfleischzipfel verschlossen, muss man Zahnseide nehmen - dann hat man mit so einer Mini-Flaschenbürste keine Chance”, sagt Butz.

Stehen die Zähne hingegen weiter auseinander oder hat sich das Zahnfleisch bereits zurückgezogen, sind eher die Bürsten angesagt. Allerdings: „Man sollte auf jeden Fall mit dem Zahnarzt zusammen die richtige Bürstengröße auswählen, um hinterher nicht durch eine zu große Bürste mehr Schaden als Nutzen zu haben”, betont der Experte.

Alternativ zu Bürste und Seide können auch sogenannte Brush-Sticks beim Reinigen helfen. Das sind kleine, spitz zulaufende Kunststoffstäbchen, die an einer Seite einige sehr kurze Borsten oder Fasern aufweisen und in der Drogerie erhältlich sind. Dank eines mitgelieferten Röhrchens sind sie auch zum Mitnehmen gut geeignet.

Butz Empfehlung lautet: „Bei gesunden Erwachsenen reicht es normalerweise, wenn sie sich alle 24 Stunden die Zähne einmal gründlich reinigen, vorausgesetzt, sie spülen nach jedem Essen den Mund mit Wasser aus und entfernen die Speisereste zwischen den Zähnen, etwa mit einem solchen Stick”.

Die Brush-Sticks haben Butz Ansicht nach außerdem den Vorteil, dass sie als eine Art Frühwarnsystem für Zahnfleischentzündungen genutzt werden können: „Man sollte am Stick nach dem Benutzen immer nachschauen, ob Blut darauf zu sehen ist.

An solchen Stellen muss dann intensiver gereinigt werden, beispielsweise durch den zusätzlichen Einsatz von Mundspüllösungen mit Chlorhexidin. Blutet es nach drei Tagen dann trotzdem immer noch, heißt es: ab zum Zahnarzt.”
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