Großer Mangel an Spenderorganen

Von: dpa
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Berlin. Rund 12.000 Menschen warten in Deutschland auf ein Spenderorgan. Auch wenn die Zahl der Spender zuletzt leicht gestiegen ist, gibt es immer noch viel zu wenige.

So wurden 2009 bei 1217 Organspendern nach dem Tod Körperteile entnommen. 2010 gab es nach Zahlen der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) bis November 1183 Organspender. Im Durchschnitt werden gut drei Organe pro Spender entnommen. 2009 waren es insgesamt 3897.

Nach einer neuen Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat die Spendebereitschaft grundsätzlich zugenommen. In der Praxis schlägt sich das aber noch nicht in vergleichbarem Maße nieder. Stimmten vor zwei Jahren auf Nachfrage 67 Prozent der 14- bis 75-Jährigen einer Organspende zu, stieg ihr Anteil zuletzt auf 74 Prozent. Dennoch haben nach unterschiedlichen Angaben nur 14 bis 25 Prozent einen Spenderausweis.

Einer Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zufolge hat inzwischen jeder vierte Bundesbürger einen Ausweis. Die Initiative „Pro Organspende” geht von dem deutlich niedrigeren Wert aus. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland laut DSO mit einer Quote von 15 Organspendern pro eine Million Einwohner deutlich zurück. In Belgien, den USA, Österreich, Frankreich, Italien und Finnland sind es mehr als 20, in Spanien sogar 34.

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