Düsseldorf - „Gravierende Unterschiede” bei der Beurteilung von Behinderungen

„Gravierende Unterschiede” bei der Beurteilung von Behinderungen

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Nach welchen Kriterien in Deutschland eine Einstufung als „behindert” vorgenommen wird, wird offensichtlich sehr unterschiedlich gehandhabt. Foto: Ilona Rütten-Sieben

Düsseldorf. Bei der Beurteilung von Behinderungen durch die kommunalen Versorgungsämter gibt es in Deutschland nach einer Untersuchung „gravierende Unterschiede”.

Das berichtete die „Wirtschaftswoche” unter Bezug auf die Studie „Versorgungsamt Report” des Mediziners Dieter Schneider.

In der Untersuchung wird bundesweit verglichen, wie die Institutionen Behinderungsgrade bewerten. Davon hängen der steuerliche Freibetrag und die kostenlose Benutzung von Bus und Bahn ab.

Das Papier wird in der kommenden Woche veröffentlicht. In NRW, Hessen und Berlin werde großzügig beurteilt. Hamburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Baden- Württemberg sind Schlusslichter.

In Ravensburg ist die Behindertenquote dem Bericht zufolge am geringsten (48,5 von 1000 Einwohnern). In Trier leben die meisten offiziell anerkannten Behinderten (170 von 1000 Einwohnern) - mehr als doppelt so viele wie im Bundesdurchschnitt (8 Prozent).

Schneider bezeichnete die Ergebnisse als „ein Lehrstück, wie aus einem guten Bundesgesetz in der praktischen Umsetzung eine Katastrophe wird”.
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