Karlsruhe - Gestörter Harnabfluss führt zu Blasensteinen

Gestörter Harnabfluss führt zu Blasensteinen

Von: ddp
Letzte Aktualisierung:

Karlsruhe. Bei Unterbauchschmerzen, häufigem Harndrang und vor allem bei Blut im Urin sollte man seine Blase untersuchen lassen: Diese Symptome sind typische Anzeichen von Blasensteinen.

Solche Kristallablagerungen entstehen in der Blase, wenn der Abfluss behindert ist, wie der Karlsruher Urologe Michael Rug erklärt. Ursachen können eine gutartige Prostatavergrößerung oder sonstige Blasenentleerungsstörungen sein.

Wird die Blase nicht vollständig entleert, bleibt Restharn zurück. In der Folge komme es zu chronischen Infekten, die dann die Bildung von Blasensteinen begünstigten, erläutert der Vorsitzende des Landesverbands Baden des Berufsverbands der Deutschen Urologen. „Seltener können auch kleine Nierensteine über den Harnleiter in die Blase wandern, dort liegenbleiben und weiter wachsen”, ergänzt er. Blasensteine setzen sich aus den Bestandteilen des Urins wie Kalzium, Oxalat, Harnsäure und Phosphat zusammen - daher die unterschiedlichen Bezeichnungen wie Kalziumoxalat-, Harnsäure- oder Struvitsteine.

Blasensteine treten laut Rug heutzutage jedoch seltener auf als früher, da Harnabflussstörungen rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Bei Verdacht auf Blasensteine wird eine Harnuntersuchung durchgeführt. Mit bildgebenden Verfahren wie Ultraschall oder Röntgenuntersuchung lassen sich die Steine sichtbar machen.

Blasensteine müssten operativ entfernt werden, erklärt Rug. Der Eingriff erfolgt meist endoskopisch: „Die Steine werden entweder pneumatisch-ballistisch quasi wie mit einem Presslufthammer zerstört oder mit Ultraschall zertrümmert. Auch eine mechanische Zerstörung ist möglich, dazu wird ein Instrument in die Blase eingeführt.” Die Bruchstücke werden dann über die Harnröhre abgesaugt. Zur Vorbeugung empfiehlt Rug, ausreichend zu trinken: „Denn je weniger man trinkt, um so höher ist die Konzentration an Salzen, die in der Blase auskristallisieren.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert