Gesetzliche Kasse muss Blinden Einkaufshilfe zahlen

Von: dapd
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Kassel. Wer als Blinder mit einer elektronischen Einkaufshilfe die Möglichkeit erhält, selbstständig einkaufen zu gehen, kann die Kosten für die Anschaffung des Gerätes von der gesetzlichen Kasse ersetzt bekommen.

Das hat das Bundessozialgericht entschieden. Im vorliegenden Fall ging es um eine elektronische Einkaufshilfe mit einem eingebauten Barcodescanner, der über den Strichcode die verschlüsselten Produktdaten von rund 900.000 Waren ausliest.

Krankenkassen müssen solche Geräte als sogenannten mittelbaren Behinderungsausgleich bezahlen, wenn das Gerät dazu dient, ein Grundbedürfnis des selbstständigen Wohnens zu ermöglichen. In diesem Fall bekommt der Versicherte die Möglichkeit, im Umfeld seiner Wohnung Alltagsgeschäfte zu erledigen, so dass die Versicherung in der Pflicht ist, die Kosten zu übernehmen (Aktenzeichen: BSG B 3 KR 9/10 R).
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