Gen erhöht die Gefahr einer schweren Herzerkrankung deutlich

Von: dapd
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San Francisco. Ein bestimmter Erbfaktor steigert das Risiko für eine krankhafte Erweiterung des Herzmuskels. Diesen Zusammenhang hat ein internationales Forscherteam unter deutscher Führung belegen können, indem es das Erbgut von über 5500 erkrankten und gesunden Menschen miteinander verglich.

Das Gen erhöht die Wahrscheinlichkeit um 50 Prozent, an der sogenannten dilatativen Kardiomyopathie zu erkranken, einer Herzveränderung, die oft zu chronischem Herzversagen führt. Die Erkenntnisse könnten in Zukunft bei Vorsorgeuntersuchungen hilfreich sein, hoffen die Wissenschaftler um Klaus Stark und Christian Hengstenberg von der Universität Regensburg in der Fachzeitschrift „PLoS Genetics” (Onlineveröffentlichung vom 21. Oktober 2010).

Um Genvarianten zu identifizieren, die das Risiko dieser Herzkrankheit erhöhen, untersuchten die Forscher das Erbgut von über 5500 gesunden Menschen und solchen, die an der schweren Herzerkrankung litten. Das Gen, auf das sie stießen, heißt HSBP7 und enthält den Bauplan für ein sogenanntes Hitzeschock-Protein.

Diese Eiweiße helfen anderen Proteinen bei der Faltung oder der Erhaltung ihrer Struktur. Diese Funktion scheint demnach auch eine Schlüsselrolle im Herzmuskel zu spielen.

Pro Jahr erkranken über 6 von 100.000 Personen an der dilatativen Kardiomyopathie. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Die Krankheit zeichnet sich durch ein vergrößertes und geschwächtes Herz aus, dessen Pumpleistung deutlich verringert ist. In den meisten Fällen ist die Ursache der Erkrankung unbekannt.

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