Gedächtnislücken können Beginn einer Demenz sein

Von: ddp
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Köln. Man war dabei - und kann sich die Situation trotzdem nicht mehr ins Gedächtnis rufen: Solche Lücken im Erinnerungsvermögen können verschiedene Ursachen haben, wie Prof. Gereon Fink, Direktor der Klinik für Neurologie der Universität zu Köln erklärt.

„Sie können Ausdruck einer Epilepsie sein, lassen sich genauso aber auch auf kurzfristige Bewusstseinsstörungen zurückführen.” Auch eine Gehirnerschütterung, beispielsweise nach einem Unfall, könne zu einem Gedächtnisverlust führen. Mitunter sind auch ein Schlaganfall, Migräne-Attacken oder eine Hirnhautentzündung schuld.

Stellen Angehörige oder man selbst häufig Erinnerungslücken bei sich fest, so sollte der Hausarzt oder auch ein Neurologe darauf angesprochen und eine mögliche Erkrankung abgeklärt werden.

Bei älteren Menschen sei derartige Symptome oftmals auch Hinweis auf eine beginnende Demenz, wie Fink weiter erläutert. „Bei dieser Erkrankung finden sich Lücken vor allem hinsichtlich der jüngeren Vergangenheit. So ist es ganz typisch, dass sich die Betroffenen noch an Details aus ihrer Kindheit erinnern, aber nicht mehr wissen, was vergangene Woche geschehen ist.”

Vor allem dieser Form des Gedächtnisverlustes könne man aber vorbeugen: „Wichtig ist es, sich bis ins Alter kulturell und sozial zu betätigen.” Bei einer ehrenamtlichen Tätigkeit lasse sich der Geist ebenso fit halten wie durch den Kontakt zu anderen Menschen oder den regelmäßigen Besuch von Theater- oder Ballettaufführungen.

Wer täglich Zeitung liest oder sich sonst über aktuelle Geschehnisse informiert, der lässt ebenfalls seine grauen Zellen arbeiten - und hat gleichzeitig Gesprächsthemen, die er mit seinen Mitmenschen diskutieren kann.

„Darüber hinaus ist regelmäßige Bewegung wichtig”, ergänzt der Neurologe Fink. „So kann man nur jedem dazu raten, täglich mindestens 30 Minuten spazieren zu gehen.”

Auf unnötige Laster sollte man verzichten: „Rauchen schädigt die Gefäße und sorgt dadurch für eine Minderdurchblutung des Gehirns.” Auch Alkohol wirke sich negativ aus. „Genauso sollte man etwas gegen Bluthochdruck tun.”
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