Für mehr Leben und Lebensqualität

Von: Juliane Kern
Letzte Aktualisierung:
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Die richtige Wahl: Wer bei Verdacht auf einen Schlaganfall die 112 anruft, rettet Leben und sichert Lebensqualität.

Aachen. Rund 230.000 Menschen erleiden in Deutschland jedes Jahr einen Schlaganfall. Ob sie überleben oder wie selbstständig sie ihr Leben danach führen können, hängt vor allem davon ab, wie schnell der Schlaganfall erkannt wird und welche Rettungsmaßnahmen dann eingeleitet werden.

Umso wichtiger ist Aufklärung. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hat deshalb am Donnerstag eine auf sechs Monate angelegte Gesundheitsinitiative „Aachen gegen den Schlaganfall” eröffnet.

Das Ziel der Kampagne, die von den beiden Schlaganfall-Spezialstationen (Stroke Units) der Region sowie den Rettungsdiensten von Stadt und Kreis Aachen getragen wird: Die Bevölkerung und Berufsgruppen, die mit Schlaganfallrisikopatienten besonders viel zu tun haben, sollen umfassend informiert werden, um im Ernstfall richtig zu handeln.

Dazu wird es bis etwa Ende August eine Reihe von Veranstaltungen geben: Einen Tag der offenen Tür in den Stroke Units im Universitätsklinikum Aachen und dem Medizinischen Zentrum des Kreises Aachen in Würselen, Schulungen für Rettungskräfte, Altenpfleger und Arzthelferinnen sowie Informationsstände auf Großveranstaltungen wie dem CHIO.

Außerdem sollen noch im März Broschüren an 250.000 Haushalte in der Region verschickt werden.

„Hier zählt jede Minute. Frühzeitiges Erkennen und ein abgestimmtes Vorgehen entscheiden maßgeblich über die Lebensqualität nach dem Schlaganfall”, sagte Ulla Schmidt bei der Auftaktveranstaltung im Aachener Rathaus. Ganz wichtig: der richtige Notruf (112).

Denn bei einem Verdacht auf Schlaganfall wird der Rettungsdienst in jedem Fall ein Notarzt hinzurufen, der den Patienten dann dem richtigen Krankenhaus zuweist. „Das sind ganz klare Zahlen.

Patienten, die in einer Stroke Unit behandelt werden, haben eine um zehn Prozent geringere Sterblichkeit, als Patienten, die in einem regulären Krankenhaus behandelt werden”, sagte Professor Christoph Kosinski, Chefarzt der Klinik für Neurologie am Medizinischen Zentrum Kreis Aachen.

Die Ministerin betonte auch die Bedeutung der Vorbeugung. Viel Bewegung, eine gesunde Ernährung und der Verzicht auf Nikotinkonsum seien extrem wichtig. „Denn jeder Schlaganfall, der gar nicht erst eintritt, ist besser als jeder, der behandelt werden muss.”
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