Für Körper und Seele: Wandern als optimale Outdoor-Sportart

Von: Rosemarie Benke-Bursian, ddp
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Wandern Wald
Viele Ökopsychologen warnen vor ernsthaften psychischen Störungen, etwa einer „Naturdefizitstörung”, wenn der Mensch zu wenig Zeit im Grünen verbringe. Foto: ddp

Schlaitz. Wandern ist nicht nur die natürliche Fortbewegungsart des Menschen - es wird von Sportmedizinern auch als optimale Outdoor-Sportart empfohlen. Und das, nachdem es lange Zeit als etwas altbackene Bewegungsform hinter den neuen Trendsettern verblasste. Heute liegt Wandern als attraktive Fitness- und Ausdauersportart wieder voll im Trend.

„Die Bewegung in der freien Natur stärkt nicht nur den Körper, sondern ist auch Balsam für die Seele”, sagt die Gesundheits-Wanderführerin Gabi Schumann aus Schlaitz.

„Wandern kräftigt Knochen, Lunge, Herz, Kreislauf und Abwehrsystem. Es senkt den Blutdruck, reguliert die Blutfettwerte, reduziert den Blutzuckerspiegel und regt den gesamten Stoffwechsel an”, zählt die Fachfrau auf.

Damit fördere Wandern nicht nur die Fitness, sondern helfe auch bei der Gewichtsreduktion. Kurzum, Wandern sei eine Sportart, die dem gesamten Organismus gut tue: „Außerdem stimulieren die Bewegung und das Grün der Natur die Ausschüttung von stimmungsaufhellenden Botenstoffen.”

Altersgrenzen gibt es keine, denn Wandern ist eine schonende Bewegungsart, die durch den Wechsel von ebenen Strecken und leichtem Bergauf und Bergab verschiedene Schwierigkeitsgrade hat.

Die Bewegung fördert laut Schumann den Aufbau von Knochenmasse und kräftigt die Muskulatur. Dadurch strafft sich der Körper, man wird trittsicherer und stürzt auch im Alltag weniger schnell. Zusätzlicher Effekt: Mit dem Schweiß werden Schadstoffe nach außen transportiert, der Körper entgiftet. Gabi Schumann ergänzt: „Und selbst das Gehirn freut sich, denn der zusätzliche Sauerstoff, der beim Wandern durch das Gehirn strömt, steigert auf Dauer die Konzentrations- und Gedächtnisleistung.”

Besonders wichtig sei die Regelmäßigkeit, sagt die Wander-Expertin und empfiehlt, je nach Fitness etwa dreimal in der Woche ein bis zwei Stunden zu wandern: „Doch die Ausdauer muss behutsam trainiert und ausgebaut werden.” Wer noch nicht fit ist, sollte sich zunächst nur kurze, weniger steile Touren vornehmen.

Eine Wanderung müsse gut vorbereitet werden, betont Schumann. Ganz wichtig seien Schuhe mit gutem Profil, je nach Tour auch Wanderschuhe mit Knöchelschutz. Man sollte bequeme und zweckmäßige Kleidung tragen und auch bei gutem Wetter die Regenjacke nicht vergessen. Je nach Wanderweg müsse man an Sonnencreme, Kopfbedeckung und auch an Zeckenschutz denken. Außerdem sollte man mindestens 1,5 Liter Wasser oder Saftschorle mitnehmen, im Sommer besser 2 Liter. Traubenzucker oder Studentenfutter helfen gegen den kleinen Hunger und bei Schwächeanfällen, die aufgrund einer Unterzuckerung schon mal auftreten können.

Um sich selbst und die Natur zu schützen, bleibt man immer nur auf den Wegen. Die Route sollte vorab gut geplant werden, gegebenenfalls sind Wanderkarte und Kompass einzustecken. Bei längeren Wanderungen in menschenleeren Gegenden müssen zudem Pflaster, Verbandszeug und ein Notfall-Handy mitgenommen werden. Und nicht zuletzt sollte alles in einem bequemen Wanderrucksack verstaut werden.

„Eine besonders empfohlene Variation ist das Gesundheitswandern, das noch ein Aufwärm- und Entspannungsprogramm enthält”, erläutert die Wanderexpertin. Und schließlich dürfe man den positiven Effekt der Geselligkeit nicht vergessen, sagt Schumann: Wandern sei nicht nur eine hervorragende Fitnesssportart - sondern schlichtweg auch eine ganz spezielle Lebensart.
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