Für die Zahnreinigung lieber zu sanften Methoden greifen

Von: ddp
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Eislingen. Strahlend weiße und schön glatte Zähne - am schnellsten erreicht man dieses Ziel mit einer professionellen Zahnreinigung. Sehr beliebt dabei: eine Art Sandstrahl-Technik, bei der Salzkristalle mit einem Druckluftstrahl auf die Zahnoberfläche gelenkt werden und dort Ablagerungen und Beläge abtragen.

Doch Vorsicht: „Diese Technik darf nur auf dem Zahnschmelz angewendet werden und auf keinen Fall das Dentin oder den Wurzelzement treffen”, mahnt der Eislinger Zahnarzt Klaus-Dieter Bastendorf.

Denn das unter dem Schmelz liegende Dentin, auch Zahnbein genannt, ist ebenso wie der Wurzelzement sehr viel weicher als die obere Schicht der Zähne.

„Behandelt man diese Materialien mit der Air-Flow-Technik, bekommen sie Löcher, so dass die Oberfläche im Endeffekt einem Naturschwamm ähnelt”, verdeutlicht der Experte. Das führt wiederum dazu, dass sich sehr viel schneller Beläge und Plaque anlagern und damit auch die Karies- und Parodontitis-Gefahr steigt. „Man erreicht also das Gegenteil von dem, was man eigentlich wollte. Wir empfehlen dieses Verfahren daher nur noch bei sehr starken Verfärbungen etwa bei Rauchern”.

Mittlerweile gibt es jedoch eine Alternative: „Statt der harten Kristalle kann man mit einem entsprechend ausgestatteten Gerät auch ein aminosäurehaltiges Softpulver verwenden, das sehr viel schonender säubert und poliert,” berichtet der Zahnarzt.

Damit lassen sich im Gegensatz zu den älteren Pulvern auch die Taschen am Zahnfleischsaum säubern, ohne Blutungen hervorzurufen. Allerdings hat auch diese Technik einen Nachteil: „Sie ist teurer als die herkömmliche Variante und wird, wie praktisch alle Prophylaxe-Maßnahmen, nicht von der Kasse bezahlt”.
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