München - Fleischlos genießen mit Halloumi-Mango-Spießchen und Gemüsepäckchen

Fleischlos genießen mit Halloumi-Mango-Spießchen und Gemüsepäckchen

Von: Tina Eichmüller, ddp
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grillen vegetarisch
Mango-Halloumi-Spiesschen auf Rucola: Auch auf dem Grill gibt es inzwischen Konkurrenz für Bratwuerste und Steaks. Foto: ddp

München. Lorbeerkartoffeln, Halloumi-Mango-Spießchen und Gemüsepäckchen mit Feta - auch auf dem Grill gibt es inzwischen Konkurrenz für Bratwürste und Steaks. „Vegetarisches vom Grill liegt absolut im Trend. Für Fleischesser ist es eine leckere Ergänzung, für Vegetarier eine absolute Bereicherung”, sagt Susanne Bodensteiner, Autorin des Buches „Veggie Grillen”.

Noch bis vor einigen Jahren sei Grillen für Vegetarier eine eher fade Angelegenheit gewesen: „Sie haben sich an die klassischen Grillbeilagen wie Kartoffeln, Brot und Salate gehalten”, sagt Bodensteiner. Heutzutage sei die Kost der Deutschen generell nicht mehr so fleischlastig, so dass ein gemeinsamer Grillabend durchaus für alle kulinarisch befriedigend sein könne.

„Reine Vegetarier können sich zum Beispiel an Klassiker wie Soja-, Seitan- oder Tofuwürstchen halten”, sagt die Autorin. Ebenso klassisch seien Auberginen, Paprika, Zucchini und - für diejenigen, die Milcherzeugnisse essen - der zypriotische Käse Halloumi vom Grill. „Abwechslungsreich sind grüner Spargel mit Ziegenkäse-Kresse-Dip oder Lorbeerkartoffeln mit Schalottenbutter”, sagt die Expertin. Der Spargel werde mit Öl bepinselt und direkt auf den Rost gelegt, die Kartoffel gare man in Alufolie.

„Sehr fein schmecken auch gegrillte Sesamfladen, Tomaten mit Schafskäsefüllung und Ratatouille-Spieße mit fruchtiger Olivensoße”, schwärmt Bodensteiner. Ein Mix aus Lauch, Tomate, Knoblauch, vielen Kräutern und Ziegenkäse, verpackt in Alufolie, gebe ein sehr intensives Geschmackserlebnis ab. „Dazu passt gegrilltes Brot jeder Sorte.” Ein edles Gericht seien Grillspieße mit Pfifferlingen, dazu harmoniere eine Schnittlauchcreme. „Wer keine Milchprodukte isst, kann statt Creme fraiche weiße Sojacreme als Basis verwenden”, sagt Bodensteiner.

Als Nachtisch eigneten sich gegrillte Bananen, Pfirsiche und Früchtepäckchen. „Die Banane ist fertig, wenn die Schale schwarz ist. Sie schmeckt hervorragend mit Honig”, sagt die Autorin. Ein Früchtepäckchen aus Alufolie könne man zum Beispiel mit Erdbeeren, Melonenstücken, kernlosen Weintrauben und Aprikosen füllen. Dazu schmecke eine Kokos-Mascarponecreme. „Die Soße wird gut gekühlt und kommt nach dem Grillen zu den Früchten”, erklärt Bodensteiner. Da Gemüse und Obst weniger Hitze benötigten, sollte man es am Rand des Grills platzieren. „Wählen Sie auch einen größeren Abstand zur Glut, da das Gemüse sonst schnell verbrennt”, rät die Expertin. Wann das Grillgut fertig sei, hänge vom Grill, aber auch vom Wetter ab. „Wenn es draußen kalt ist, dauert es deutlich länger”, weiß Bodensteiner.

Grillen sei für die Autorin generell ein kulinarisches Anti-Stress-Programm. Zur Ausrüstung brauche man neben dem Grill unbedingt eine Grillzange zum Platzieren und Wenden, Handschuhe, einen robusten Pinsel und eventuell Stäbchen zum Aufspießen. „Wenn Sie Stäbchen aus Holz wählen, müssen diese vor dem Grillen etwa 30 Minuten gewässert werden, da ansonst die Gefahr besteht, dass sie auf dem Grill verbrennen", erklärt die Autorin. Stäbchen aus Metall seien sofort einsatzbereit. Wer keinen Garten habe, könne auch auf dem Balkon grillen. Hier seien Elektro- oder Gasgrills gut geeignet, denn da gebe es keine Rauchbelästigung durch Kohle.

Buchtipp: Susanne Bodensteiner: „Veggie Grillen: Mehr als Gemüse”, Gräfe & Unzer Verlag, 2009, 4,90 Euro, ISBN: 978-3-8338-1426-6
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