Fit durch den Cardio-Effekt: Tennis und Pilates fürs Herz-Kreislauf-System

Von: Christine Amrhein, ddp
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Cardio-Tennis
Auf dem Tennisplatz herrscht Chaos: Acht Spieler tummeln sich auf einem Feld, rennen scheinbar ungeordnet umher, schlagen Bälle und bewegen sich zu rhythmischer Musik. Foto: ddp

Hamburg/Frankfurt am Main. Auf dem Tennisplatz herrscht Chaos: Acht Spieler tummeln sich auf einem Feld, rennen scheinbar ungeordnet umher, schlagen Bälle und bewegen sich zu rhythmischer Musik. Was Tennisprofis verwundern mag, macht vielen Freizeitsportlern Riesenspaß - und erhöht zugleich Fitness, Ausdauer und Koordination.

Cardio-Tennis heißt der neue Trend, der 2005 in den USA entstand und seit 2007 auch Deutschland erobert. „Ziel beim Cardio-Tennis ist, Tennisspiel und Fitnesstraining effektiv miteinander zu kombinieren”, sagt Katharina Bleser, Verantwortliche für den Bereich Sportentwicklung beim Deutschen Tennis Bund in Hamburg.

Zwar gab es ähnliche Entwicklungen bereits in den 1990er Jahren, das Cardio-Tennis basiert jedoch im Gegensatz zu anderen Angeboten auf den Erkenntnissen der Sportmedizin und wird nur von speziell ausgebildeten und zertifizierten Trainern angeboten. „Diese werden in den Cardio-Tennis-Übungen geschult und erwerben zugleich sportmedizinische Kenntnisse”, erläutert Bleser.

So setzt sich eine 45- bis 60-minütige Trainingsstunde immer aus Warm-up, Cardio-Work-out und einer Cool-Down-Phase zusammen. „Die Herzfrequenz wird also am Anfang langsam gesteigert und am Ende wieder in Richtung des Ruhepulses geführt”, sagt Bleser. Bei einer typischen Cardio-Work-out-Übung geht es dagegen dynamisch zu.

So spielt der Trainer den Teilnehmern in schneller Folge Bälle zu - und diese rennen oder hüpfen nach jedem Schlag über den Platz, bis sie wieder an der Reihe sind. Aufgelockert wird das Ganze durch sogenannte „Sideline-Activities” wie Seilspringen oder gezielte Kräftigungsübungen.

„Auf diese Weise wird die Ausdauer erhöht, und überzählige Kalorien werden verbrannt”, sagt Bleser. „Nebenbei verbessert sich das Tennisspiel automatisch, weil sehr viele Bälle gespielt werden.” Wie viel Erfahrung die Spieler haben ist beim Cardio-Tennis nebensächlich. „An allererster Stelle steht der Spaß”, betont die Tennisexpertin, „und zwar auch deshalb, weil man sportliche Aktivität ohne Spaß nicht lange durchhält.” Denn jemand, der seine Fitness auf Dauer verbessern will, sollte schon bereit sein, zwei- bis dreimal pro Woche zu trainieren.

Übrigens ist der Cardio-Trend längst nicht auf den Tennissport beschränkt. Auch Cardio-Pilates erfreut sich seit kurzem großer Beliebtheit. „Es handelt sich um eine dynamische Weiterentwicklung von Pilates, bei der die ruhigen, fließenden Bewegungen durch einen dynamischen Teil ergänzt werden”, erläutert Christiane Wolff, staatlich geprüfte Sportlehrerin und Pilates-Trainerin in Frankfurt am Main.

„Dadurch wird nicht nur die tiefe Muskulatur gestärkt, sondern auch das Herz-Kreislauf-System angeregt.” Anders als beim Cardio-Tennis gibt es bislang keine zertifizierte Ausbildung.

Allerdings gibt es ein Buch („Cardio-Pilates”, Gräfe und Unzer), das Wolff zusammen mit der Journalistin Natascha Meier verfasst hat. Auf der begleitenden DVD werden die Übungen so detailliert angeleitet, dass jeder auch für sich alleine üben kann.
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