Feine Muskeln schützen vor Rückenschmerzen

Von: dpa
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Köln. Große, starke Muskeln allein schützen nicht vor Rückenschmerzen. Ein starker Rücken braucht vielmehr Muskeln, die fein abgestimmt bei allen Bewegungen die Wirbelsäule führen und sichern, sagt Prof. Ingo Froböse vom Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln.

Der menschliche Körper besitzt etwa 640 Muskeln, davon wirken etwa 150 direkt auf die Wirbelsäule ein. „Die wichtigsten Muskeln für eine gesunde Wirbelsäule und einen fitten Rücken sind dabei aber nicht die großen, von außen sichtbaren Muskeln, sondern insbesondere die winzigen, ganz tief innen liegenden, die sich direkt an der Wirbelsäule befindenden”, erklärt der Wissenschaftler.

Die sogenannten tiefen Rückenmuskeln verlaufen von Wirbelkörper zu Wirbelkörper parallel oder schräg zu den einzelnen Segmenten. Sie bewegen, führen und sichern die Stabilität der Wirbelsäule bei allen Bewegungen. „Sie benötigen keine großen Kräfte, sondern ihre Qualität zeichnet sich durch eine besonders filigrane und koordinierte Arbeit aus.” Trainiert werden sie durch kleine Rotationsbewegungen, die eine unwillkürliche Anspannung der Muskeln auslösen.

„Als Übungsbeispiel stellen Sie sich mit schulterbreit geöffneten, ganz leicht gebeugten Beinen aufrecht hin und legen die Arme seitlich an den Körper. Jetzt beugen Sie die Unterarme im 90-Grad-Winkel nach vorn”, sagt Froböse. Die Ellenbogen bleiben nah am Körper. Dann führen die Unterarme etwa 20 Sekunden lang schnelle, kleine Hackbewegungen aus. „Damit kräftigen Sie die tiefe Rückenmuskulatur.” Ohne diese Muskeln würde auch der stärkste Rücken von Problemen nicht verschont bleiben.

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