Fast Food selbst gemacht: Nicht ganz so „fast”, aber gesünder

Fast Food selbst gemacht: Nicht ganz so „fast”, aber gesünder

Von: Tina Eichmüller, ddp
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Dass viele Kids zu dick sind, ist bekannt. Oft ist Fastfood eine der Ursachen. Foto: ddp

<b>Köln. </B>Die meisten von uns greifen regelmäßig zu Fast Food: Wenn es mal schnell gehen muss, unterwegs oder abends nach Ladenschluss. Burger, Pommes, Pizza & Co. sind ungemein beliebt - aber auch kalorienhaltig und auf die Dauer ungesund.

Doch man kann ein bisschen nachhelfen: Wie man aus Snacks ein wertvolles Essen macht, das auch noch schmeckt, verrät Alexa Iwan, Food-Coach aus Köln und Moderatorin des Gesundheitsmagazins „Vigo TV”: „Gegen schnelles Essen ist absolut nichts einzuwenden, optimal ist, wenn man für die Zubereitung gesunde Zutaten wählt”, betont die Ernährungswissenschaftlerin.

Ein Burger kann also besser sein als sein Ruf: „Verwenden Sie gutes Fleisch, knackigen Salat, Gurke, reife Tomaten, Vollkornbrötchen und fettreduzierte Remoulade”, rät die Expertin. Beim Hackfleisch greift Iwan zu einer Mischung aus Schwein und Rind - vom Metzger.

Hackfleisch für Burger werde nicht wie bei Buletten mit Eiern und altbackenem Brot zubereitet. „Das Fleisch wird pur verwendet und ganz dünn gebraten”, sagt Iwan. Das sorge für den typischen Burgergeschmack.

Für die Zubereitung der dünnen Fleischscheiben gebe es einen guten Tipp: „Die Fleischportion für einen Burger drücke ich zwischen zwei Frischhaltefolien platt, so klebt nichts an den Händen”, sagt die Expertin. Nach wenigen Minuten in der Pfanne oder auf dem Grill sei das saftige Herzstück des Burgers fertig. „Besonders Kinder lieben es, sich ihren Burger aus vielen frischen Zutaten selber zusammenzustellen”, weiß Iwan.

Auch Pommes frites könne man schnell und einfach im Backofen herstellen. Sie seien dann frei von künstlichen Zusatzstoffen und fettärmer als das Pendant aus dem Tiefkühlfach. „TK-Pommes enthalten oft versteckte Fette, auch wenn die Werbung uns etwas anderes glauben lassen will”, erklärt Iwan.

Für die Zubereitung schneidet man Kartoffeln in größere Stifte, das geht per Hand oder mit einem speziellen Küchengerät, der „Pommespresse”. Für eine Portion braucht man etwa 200 Gramm. „Geben Sie die Kartoffelstifte dann in eine Schüssel und mischen sie mit Öl - ein Esslöffel reicht für vier Portionen”, betont die Expertin.

Die Stifte seien nach etwa 20 bis 25 Minuten im Ofen (180 Grad Umluft, 220 Grad Ober- und Unterhitze) fertig. „Es sind natürlich eher Backkartoffeln in Pommesform - aber beschwert hat sich darüber bei mir noch nie jemand”, betont Iwan.

Neben dieser Variante kann man Pommes auch selbst in der Fritteuse zubereiten. Hier kommt es auf frisches Fett und die richtige Temperatur beim Frittieren an. „Ab und zu sind auch frittierte Pommes in Ordnung, es sollte aber eine Ausnahme auf dem Speiseplan bleiben”, rät die Ernährungsexpertin.

Schnell und einfach stehen auch Spareribs auf dem Tisch. „Die Rippchen kann man neben dem Grill auch im Backofen zubereiten”, informiert Iwan. Für die Zubereitung im Backofen brauche man ein tiefes Blech, das bis auf ein bis zwei Zentimeter mit Wasser gefüllt werde.

Die Feuchtigkeit mache das Fleisch wunderbar zart, die Hitze treibe das Fett heraus. „Die Ribs bestreiche ich mit einer Marinade aus Honig, Ketchup, Salz und Pfeffer”, erläutert Iwan. Nach etwa einer halben Stunde bei 200 Grad im Ofen sei der Fleischgenuss fertig.

Ein schnelles Gericht für Kinder sind Iwans „Würstchen im Schlafrock”. „Hierfür werden Wiener Würstchen mit Blätterteig - auch hier gibt es mittlerweile Vollkornvarianten - umwickelt und kurz im Ofen gebacken”, sagt die Expertin.

Als Getränk zum selbst gemachten Fast Food empfiehlt Iwan Saftschorlen aus zwei Teilen Wasser und einem Teil Saft. „Softdrinks enthalten sehr viel Zucker, auch hier gilt die Regel, dass der Genuss die Ausnahme bleiben soll”, sagt die Expertin. Bei Iwan zu Hause sei zum Beispiel immer sonntags „Bionade-Tag”. „Jedes Kind bekommt eine kleine Flasche - darauf freuen sich die Kinder und sie genießen das Getränk, anstatt es hinunterzuschütten”, betont Iwan.

Bücher:

David Morgan: „Super-Burger!”, Lardon Media, 2006, 9,95 Euro, ISBN: 978-3-8976-9734-8

Sylvia Winnewisser: „Amerika: Das Kochbuch”, Fackelträger-Verlag, 2007, 19,95 Euro, ISBN: 978-3-7716-4350-8

Links:

http://chefkoch.de/rs/s0/burger/Rezepte.html
http://daskochrezept.de/rezepte/snacks-und-quickies/burger/
http://fastfood-rezepte.de/Burger+und+Gyros-4.html
http://rezepte-nachkochen.de/fastfood.php
http://usa-kulinarisch.de/impressum.htm
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