Eukalyptusöl: Das wirkt gegen Erkältungen

Von: dpa
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Würzburg. Nicht nur Koalas schätzen ihn: Der Eukalyptusbaum hat auch für Menschen eine große Bedeutung. Das ätherische Öl aus den Blättern des Baumes ist ein beliebtes Heilmittel bei Erkältungen.

Zum Einsatz kommt es sowohl innerlich wie äußerlich - in Form von Salben oder Inhalationen. „Es wirkt antiseptisch und auswurffördernd”, sagt Johannes Gottfried Mayer von der Forschungsgruppe Klostermedizin der Universität Würzburg.

Dabei werde das Sekret nicht nur verflüssigt, sondern auch schneller abtransportiert.

Das schafft bei einer verstopften Nase rasch Linderung. Aber auch als Tee lassen sich die Blätter verwenden: Bei einer entzündeten Rachenschleimhaut hemmen die enthaltenen Gerbstoffe die Entzündung, erläutert Mayer.

Wer aber an einer entzündlichen Erkrankung im Magen-Darm-Bereich und im Bereich der Gallenwege leidet, darf Eukalyptusöl ebenso wenig einnehmen wie ein Patient mit einer schweren Lebererkrankung. „Und bei Säuglingen und Kleinkindern sollten Zubereitungen mit Eukalyptusöl nicht im Gesicht, speziell an der Nase, aufgetragen werden”, warnt der Experte. Das reize die Schleimhäute zu sehr.

Als Arzneipflanze ist der lateinisch Eucalyptus globulus genannte Eukalyptusbaum ihm zufolge in Europa noch vergleichsweise neu. „Er wurde kurz vor 1800 in Indonesien entdeckt, dort ist er auf Celebes und Neuguinea heimisch, sein Hauptverbreitungsgebiet ist Australien.”

Genannt werde er auch Fieberbaum, weil er mit vier bis sechs Metern pro Jahr als sehr schnell wachsende Pflanze zur Trockenlegung von malariagefährdeten Sumpfgebieten eingesetzt wurde. Heute wird der Eukalyptusbaum weltweit in subtropischen und mediterranen Zonen angepflanzt. Deutschland bezieht seine Eukalyptusblätter vor allem aus Spanien und Marokko, teilweise auch aus Russland.

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