Brüssel - EU-Studie: Viele Bürger setzen Antibiotika falsch ein

EU-Studie: Viele Bürger setzen Antibiotika falsch ein

Von: epd
Letzte Aktualisierung:

Brüssel. Viele Europäer wissen zu wenig über Antibiotika und nehmen sie deshalb zu den falschen Gelegenheiten ein.

Das geht aus einer Eurobarometer-Umfrage hervor, die die EU-Kommission in Brüssel am Freitag vorstellte. 20 Prozent der Befragten erklären darin, sie hätten in letzter Zeit Antibiotika gegen Grippe und grippale Infekte geschluckt. 14 Prozent versuchten, mit den Arzneimitteln eine Erkältung zu bekämpfen. In den meisten Fällen dürfte dies falsch gewesen sein, so die EU-Experten: Grippe-Infekte und Erkältungen werden in erster Linie durch Viren hervorgerufen, gegen die Antibiotika nicht helfen.

Jeder zweite Bürger zeigte sich in der Umfrage irrtümlicherweise überzeugt, dass Antibiotika neben Bakterien auch Viren töten können. Das beste Wissen über Antibiotika wiesen die Skandinavier auf, während Rumänen, Portugiesen und Österreicher sehr große Informationslücken an den Tag legten. Die Deutschen lagen leicht unterhalb des EU-Durchschnitts.

Es müsse mehr für den umsichtigen und richtigen Einsatz von Antibiotika getan werden, warnte EU-Gesundheitskommissar John Dalli. Ihr übermäßiger Einsatz habe bereits zu zahlreichen Resistenzen geführt: „Der Missbrauch von Antibiotika untergräbt langfristig ihre Wirksamkeit.” Für die Umfrage waren in jedem der 27 EU-Länder rund 1.000 Personen befragt worden.

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