Erste Pollen unterwegs: Für Allergiker beginnt die Leidenszeit

Von: Gerd Korinthenberg, dpa
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Eine junge Frau benutzt einen Respirator gegen Asthma. Wer mit Allergien zu kämpfen hat, muss oft mit hohen Extrakosten rechnen - für Medikamente, eine neue Einrichtung oder allergikerfreundliche Ernährung. Und für diese Extrakosten kann es sogar einen Zuschuss vom Finanzamt geben. Foto: Stephan Goerlich/ ddp

Mönchengladbach. Für Millionen Pollenallergiker beginnt allmählich wieder die Leidenszeit. Während in den Karnevalshochburgen am Rhein die „Kamellen” als süße Wurfgeschosse der Rosenmontagszüge flogen, machten sich auch die ersten Pollen von Hasel und Erlen auf die Reise.

„Durch die langanhaltende Kälte sind diese Allergie-Auslöser aber erst in ganz geringen Konzentrationen unterwegs”, sagte Anja Schwalfenberg vom Beratungsteam des Deutschen Allergie- und Asthmabundes (DAAB) am Samstag in Mönchengladbach. „Aber besonders empfindliche Allergiker können bereits jetzt erste Reaktionen spüren.”

Auch habe in diesem Jahr durch den harten Winter der Pollenflug erst auffällig spät eingesetzt, sagte die Biologin im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Noch keinen „Pollenalarm” gebe es aktuell in der Küstenregion von Nord- und Ostsee sowie in den Mittelgebirgen, „denn da liegt ja noch Schnee”. Wie viele unter den rund 16 Millionen Pollenallergikern in Deutschland bereits von tränenden Augen und Nasenkribbeln gequält würden, sei nicht bekannt.

„In den vergangen Jahren startete der Pollenflug beim Hasel auch schon mal Anfang Dezember”, erklärte die Expertin. Zahlreiche Studien hätten belegt, dass die oft erstaunlich weite „Reise” der Pollen seit Jahren immer früher einsetze.

„Wenn es jetzt aber rasch wärmer wird, dann kann es schlagartig zu Höchstbelastungen kommen: Alle Pollen stehen in den Startlöchern”, sagte Schwalfenberg. Rasche Hilfe leisteten dann antiallergische Medikamente, die am besten vorbeugend eingenommen werden sollten.

In den nächsten Wochen sei nach Aussage der DAAB-Beraterin auch mit dem beginnenden Flug der Birkenpollen zu rechnen. Hier dürfte dann Ende März bis Anfang April ein Höhepunkt der Belastung zu erwarten sein.
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