Erste Birkenpollen unterwegs: Fenstergitter schützen in der Nacht

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Für Blütenpollen-Allergiker beginnt die Leidenszeit in diesem Jahr früher als normal. Foto: dpa

Mönchengladbach. Verstopfte Nase und tränende Augen: Wer derzeit unter diesen Symptomen leidet, reagiert womöglich allergisch auf Pollen. Nach Angaben des Deutschen Allergie- und Asthmabundes (DAAB) in Mönchengladbach sind schon jetzt die ersten Birkenpollen unterwegs - zum Beispiel in den bayrischen Donauniederungen, im rheinisch-westfälischen Tiefland oder am Oberrhein.

Wenn die Symptome länger anhalten, ist der Gang zum Arzt inklusive Allergietest sinnvoll. Oft verwechseln Betroffene eine Pollenallergie mit einer Erkältung, sagt DAAB-Patientenberaterin Anja Schwalfenberg.

Sobald klar ist, dass es sich um eine Pollenallergie handelt, sollte der Patient etwas gegen die Symptome tun. Im Akutfall helfen Antihistaminika, die rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind. „Daneben gibt es einige wenige verschreibungspflichtige Medikamente, wenn der Patient mit den anderen nicht zurecht kommt”, erläutert Schwalfenberg. Hilfreich seien auch spezielle Nasensprays und Augentropfen.

Für eine Hyposensibilisierung sei es dann allerdings zu spät - Betroffene müssten so lange warten, bis die Saison „ihres” Allergens vorüber ist und ihrem Körper anschließend noch eine Erholungsphase gönnen. Die Hyposensibilisierung soll das Risiko mindern, später an allergischem Asthma zu erkranken.

Pollenschutzgitter vor dem Schlafzimmerfenster schützen den Allergiker in der Nacht. „Allerdings muss man damit die Lüftungsgewohnheiten verändern und das Fenster länger auflassen, weil das Gitter eben sehr dicht ist”, sagt Schwalfenberg. Um den Raum weiterhin pollenfrei zu halten, sollte die Kleidung nicht im Schlafzimmer ausgezogen werden. Auch sei ratsam, sich jeden Abend die Haare zu waschen - „damit es nicht zu einer Spätreaktion kommt, wenn man sich auf dem Kissen wälzt”. Denn auch in den Haaren sammeln sich die Allergene.

Daneben sollte der Pollenfilter im Auto einmal im Jahr oder alle 15 000 Kilometer gewechselt werden. Außerdem gelte es, die Pollenflugvorhersagen genau zu verfolgen und eventuell den Urlaub so zu planen, dass man in der Hauptflugsaison abwesend ist. Nach Angaben des Meteorologischen Instituts der Freien Universität (FU) Berlin vom Mittwoch wird die Leidenszeit für Pollenallergiker in Deutschland immer länger. Die Pflanzen würden im Zuge des Klimawandels früher blühen und später damit aufhören.
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