Erbgut des Bilharziose-Erregers entziffert

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Göttingen. Wissenschaftlern aus sieben Ländern haben in vierjähriger Arbeit das Erbgut des Bilharziose-Erregers entziffert und zum Teil analysiert.

Der Wurm (Pärchenegel/Schistosoma mansoni) habe rund 11 800 Gene, teilte die Universität Göttingen am Mittwoch mit. 34 Gene könnten Ansatzpunkte für die Entwicklung neuer Medikamente gegen die Bilharziose bieten. Der Göttinger Bioinformatiker Mario Stanke war als einziger Deutscher an dem Team aus 50 Forschern beteiligt.

Die Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature” vom Donnerstag. Weltweit erkrankten jährlich 210 Millionen Menschen an der tropischen Krankheit, die ohne Behandlung oft tödlich verläuft.

Bilharziose wird von Würmern in Süßgewässern ausgelöst, die durch die Haut in den Körper eindringen. Sie befallen vor allem die Blase oder den Darm. Gegen Medikamente auf dem Markt sind die Würmer zunehmend resistent.

(Fachartikelnummer DOI: 10.1038/nature08160)
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