Epilepsie: Was tun bei einem Anfall?

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New York. Etwa jeder Hundertste erkrankt nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie an der auch Fallsucht genannten Krankheit.

Ein Anfall, lateinisch „epilepsia”, äußert sich durch plötzliche Krämpfe. Die Betroffenen zucken und winden sich und haben ihren Körper nicht unter Kontrolle. Weil Umstehende zumeist überrascht sind und den Patienten nicht selten Speichelschaum im Mund steht, handeln viele Menschen nicht. Dabei ist Hilfe nicht schwierig.

„Ein einzelner Anfall ist nicht gefährlich. Er hört von selbst auf. Übereifer und Panik schaden nur”, heißt es von den Medizinern der Gesellschaft. Während des Anfalls sollten Gefahrenquellen wie Werkzeug und Möbel beseitigt werden.

„Der unmittelbare Anfallsverlauf ist von außen nicht beeinflussbar. Versuche, krampfende Gliedmaßen festzuhalten oder die Zähne auseinanderzubringen, führen häufig zu Verletzungen des Betroffenen und des Helfers.” Stattdessen solle man lieber den Patienten schützen, etwa durch eine Unterlage für den Kopf.

Nach dem Anfall sollte man die Kleidung am Hals lockern und ihn in eine Seitenlage bringen, damit der Speichelabfluss möglich ist. Kommt der Kranke wieder zu sich, ist er häufig verwirrt. „Sprechen Sie den Betroffenen freundlich und beruhigend an.” Ein Arzt müsse nur gerufen werden, wenn die „epilepsia” deutlich länger als fünf Minuten dauert.
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