Die fünf wichtigsten Fragen zur Zahnzusatzversicherung

Von: vo
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Je nach Alter und Zustand des Gebisses sollten die Leistungen der Zahnzusatzversicherung ausgewählt Foto: pixabay.com / rgerber (CC0 Public Domain)
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Wer in jungen Jahren eine Zahnzusatzversicherung abschließt, kann beim Zahnarzt und beim Kieferorthopäden bessere Leistungen erhalten. Foto: pixabay.com / renatalferro (CC0 Public Domain)

Berlin. Dass Versicherungen ihre eigenen Produkte als die vermeintlich besten anpreisen, ist weder ein Geheimnis noch wirtschaftlich betrachtet verwerflich. Dennoch erschwert dies den Verbrauchern die Möglichkeit des transparenten Vergleichs und des Nachfragens.

Vor diesem Hintergrund sollen nun die fünf wichtigsten Fragen rund ums Thema Zahnzusatzversicherung geklärt werden.

Wer sollte sich um eine Zahnzusatzversicherung bemühen?

Die pauschale Antwort "eine Zahnzusatzversicherung ist für jeden Bürger wichtig" sollte dabei durchaus differenziert betrachtet werden, wie dies hier geschehen ist: "Im fortschreitenden Lebensalter lohnt sich beispielsweise eher der Abschluss einer Zusatzversicherung, die Inlays oder Implantate mit ihren Kosten im größtmöglichen Umfang übernimmt. (…) In jungen Jahren lohnt es eher, Zahnzusatzversicherungen mit einem Schwerpunkt auf Prophylaxe abzuschließen. Hier werden die Kosten für die professionelle Zahnreinigung und ähnliche Behandlungen in vollem Umfang übernommen."

Gibt es unterschiedliche Versicherungsvarianten auch bei der Zahnzusatzversicherung?

Wer auf der Suche nach einer klassischen Zahnzusatzversicherung ist, der sollte in der Rubrik der Sachversicherungen nach dem passenden Versicherer suchen. Klassischerweise wird hierbei geprüft, welche Kosten für die Behandlung anfallen und welcher Umfang erstattet wird. Der Vorteil dieser Versicherungsvariante liegt darin, dass sie mit Zuschüssen in Prozentangaben arbeitet. Das bedeutet, dass Versicherer davon profitieren, per Prozentsatz geregelte Zuschüsse auf die eigentlichen Behandlungskosten zu erhalten.

So sind sie ein Stück weit vor Preissteigerungen gefeit. Die zweite Option ist im Grunde eine kapitalbildende Lebensversicherung. Die Idee, die dahinter steckt, ist, Geld anzusparen, das nach Zuteilung der Lebensversicherung beispielsweise in zahnmedizinische Leistungen investiert werden kann.

Warum sind Höchstsätze in Prozent ausgewiesen?

Die in den Versicherungsunterlagen ausgewiesenen Höchstsätze sind eigentlich sehr verbraucherfreundlich, denn: Wenn sich die Behandlungskosten erhöhen, wird dennoch der vereinbarte prozentuale Satz bezahlt. Dieser kann beim Abschluss einer Versicherung festgelegt werden. Eine Versicherung, die 100 Prozent bezahlt, gibt es heute kaum mehr. Allerdings gibt es mittlerweile Versicherer, die für den entsprechenden Monatsbeitrag 90 Prozent der Behandlungskosten übernehmen.

Warum ist eine Zahnzusatzversicherung überhaupt nötig?

Weil die Leistungen der Krankenkasse nur bei 60 Prozent liegt. Diese Kostenübernahme wird allerdings nur gewährt, wenn ein regelmäßiger Besuch beim Zahnarzt lückenlos nachgewiesen werden kann und das Bonusheft über fünf Jahre beständig geführt wurde. Die 60 Prozent werden dann auf die Leistungen aus der sogenannten Regelversorgung gewährt.

Das bedeutet: Entscheidet sich ein Patient für eine hochwertigere Keramikkrone, die deutlich teurer ist als eine Metallgusskrone, die unter die Regelversorgung fällt, bezuschusst die Krankenkasse nur 60 Prozent der Kosten der Regelversorgung. Somit steigt die finanzielle Belastung für den Patienten weit über die 40 Prozent der Regelversorgung hinaus.

Wie ist die Last-Minute-Zahnzusatzversicherung einzuschätzen?

Die Möglichkeit buchstäblich noch auf dem Behandlungsstuhl eine Zusatzversicherung abzuschließen, ist durchaus mit Vorsicht zu genießen, denn: Versicherungsunternehmen werden sich diesen Last-Minute-Service vergleichsweise teuer bezahlen lassen. Außer Acht gelassen werden Parameter wie der Zustand des Gebisses oder die üblichen Wartezeiten, die es normalerweise bei jeder Versicherung zu beachten gilt.

Mit Blick auf die teureren Beiträge resümiert Harald Czycholl in seinem Beitrag: "Wenn jemand von einer teuren überrascht wird, kann der Tarif helfen - man sollte allerdings vor Vertragsabschluss genau nachrechnen, ob sich die Investition wirklich lohnt. Wenn noch keine Behandlung geplant ist, ist es besser, rechtzeitig anderswo einen besseren Vertrag abzuschließen."

Zahnzusatzversicherungen können kieferorthopädische Leistungen erschwinglich machen

Nach dem Gang zum Kieferorthopäden stehen Eltern nicht selten vor der Entscheidung, die Behandlung durchführen zu lassen, die "wirtschaftlich und zweckmäßig ist" oder die Kosten für eine aufwändigere Versorgung selbst zu tragen. Die "Standardvariante" wird von den Krankenkassen bezuschusst.

Wer indes vom Standard abweicht, zahlt aus eigener Tasche drauf. Auch kann die Zahnzusatzversicherung Leistungen wie die Fissurenversiegelung oder anderen Prophylaxe-Behandlungen umfassen. Welche Optionen es gibt, kann hier nachgelesen werden.

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