Diabetiker sollten mehr auf Nährwertangaben von Lebensmitteln achten

Von: dapd
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Berlin/Hamburg. Viele Diabetiker mit Typ 2 können heute mit ihrer Erkrankung auch ohne blutzuckersenkende Medikamente leben.

Neben Sport und Gewichtsreduktion ist vor allem eine gesunde und ausgewogene Ernährung Teil der Therapie. Doch gerade diese biete viele Stolperfallen, sagt Michaela Berger, stellvertretende Vorsitzende der Diabetes-Organisation DiabetesDE aus Berlin. „Viele Menschen wissen gar nicht, wie viel Fett oder Zucker in manchen Produkten steckt.”

Die drei größten Feinde des Diabetikers sind Fett, Zucker und Alkohol. „Die allgemeine Ernährungsempfehlung erlaubt zum Beispiel nur 60-80 Gramm Fett pro Tag”, sagt Berger, die aus Ihrem Alltag als Diabetesberaterin weiß: „Die meisten Menschen essen aber locker das Doppelte am Tag und haben dabei noch nicht mal das Gefühl, zu fett gegessen zu haben.” Es sei daher dringend ratsam, sich bewusst mit den Lebensmitteln und ihren Inhaltsstoffen zu beschäftigen.

„Schauen Sie mal auf die Inhaltsstoffe und die Nährwertangaben von Lieblingswurst und Joghurt”, rät die Expertin. Schnell würde Diabetikern dann bewusst werden, was sie sich tatsächlich einverleiben. „Alleine zwei Wurstbrote haben im Schnitt schon 50 Gramm Fett.” Auch die „Nebenbei-Produkte” wie Ketchup, Dips oder die Zwischenmahlzeit Obst können zur Zuckerfalle werden.

Auch beim Thema Alkohol sei Wissen wichtig: „Alkohol ist nicht nur reich an Zucker, er wird im Körper meist gleich direkt in Fett umgewandelt.” Zudem bringt Alkohol den Stoffwechsel durcheinander, ganz besonders im Übermaß: „Mehr als ein kleines Gläschen sollte es deshalb nicht sein.”

Um die Stolperfallen in der täglichen Ernährung besser erkennen und einschätzen zu können, sollten Diabetiker eine Ernährungsberatung besuchen, rät die Expertin: „Ob im Einzelgespräch oder als Kurs, eine Ernährungsschulung erleichtert es in jedem Fall, stoffwechselgesund zu essen.”
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