Eschborn/Hamburg - Diabetiker haben auch höheres Risiko für Nieren- und Nervenschäden

Diabetiker haben auch höheres Risiko für Nieren- und Nervenschäden

Von: dpa
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Bei gut eingestellten Diabetes ist die Gefahr eine zusätzliche Erkrankung an den Nerven oder den Nieren zu bekommen, geringer als bei schlecht eingestellten Diabetikern. Foto: ddp

Eschborn/Hamburg. Diabetiker haben nicht nur ein höheres Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle - auch Schäden an den Augen, den Nieren und Nerven kommen bei ihnen häufiger vor.

Ist der Diabetes aber gut eingestellt und wurden Blutdruck sowie Blutfette gesenkt, sei die Gefahr deutlich geringer, erläutert Jens Kröger vom Zentrum für Diabetologie in Hamburg in der in Eschborn erscheinenden Zeitschrift „Neue Apotheken Illustrierte” (Ausgabe 1. März 2009).

Denn nicht nur der Zucker, sondern das Zusammenspiel aller drei Komponenten führe zu Gefäßverengungen, erklärt der Experte unter Berufung auf eine dänische Studie.

Acht von zehn Diabetikern hätten nach etwa zwanzig Jahren einen Schaden an der Netzhaut. Jeder dritte Patient weise geschädigte Nerven auf und bei jedem fünften seien die Nieren in Mitleidenschaft gezogen.

„Von allen neuen Dialysepatienten sind die Hälfte Diabetiker”, sagt der Experte. Gemeinsam mit Bluthochdruck und erhöhten Blutfettwerten trete häufig Übergewicht auf - einer der Hauptrisikofaktoren bei Diabetes. Grundlage für jede Therapie von Typ-2-Diabetes sollte daher eine intensive Diabetikerschulung sein.

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