Diabetes: Häufiges Wasserlassen und großer Durst sind Warnzeichen

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Köln. Diabetes vom Typ 1 kann viele Symptome haben: Übermäßigen Harndrang, starken Durst, Müdigkeit, Wadenkrämpfe, Juckreiz, Gewichtsverlust oder ein Nachlassen der Schulleistungen.

„Treten zwei oder mehr von diesen Beschwerden gleichzeitig auf, sollten Eltern mit ihrem Kind umgehend einen Kinder- und Jugendarzt aufsuchen”, rät Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Köln. Mit einer frühzeitigen Behandlung könnten längerfristige Schäden bis zur lebensbedrohlichen Ketoazidose verhindert werden.

Beim Typ-1-Diabetes führen fehlgeleitete Abwehrreaktionen gegen den eigenen Körper zu einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Dadurch würden deren insulinproduzierende Zellen unwiderruflich zerstört, erklärt Fegeler. Die Ursachen dafür seien noch nicht vollständig geklärt. Unklar sei auch, warum die Stoffwechselkrankheit in Europa dramatisch zunimmt.

„Bekannt ist aber, dass für Kinder mit betroffenen Familienangehörigen das Risiko für Diabetes erhöht ist”, sagt Fegeler. Ob ein Kind besonders gefährdet ist, lasse sich durch eine Harnkontrolle auf Glukose und Keton sowie durch die Kontrolle des Blutzuckers mittels Fingerstich klären. Darüber hinaus könne der HbA1c-Wert bestimmt und ein Glukose-Toleranz-Test gemacht werden.

Nach aktuellen Schätzungen leben in Deutschland 100.000 bis 150.000 Kinder und Jugendliche bis 14 Jahren mit einem Typ-I-Diabetes. Damit ist sie die häufigste Stoffwechselerkrankung im Kindes- und Jugendalter. Und die Zahlen steigen. Jährlich wird bei rund 2000 Kindern in Deutschland erstmals Typ-1-Diabetes festgestellt - zunehmend bei Kindern unter fünf Jahren.
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