Deutsche wollen Denkleistung mit Demenz-Medikamenten steigern

Von: epd
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Frankfurt. Mit Pillen gegen Demenz wollen offenbar viele Deutsche ihre geistige Leistungsfähigkeit steigern. Das beliebte Präparat Piracetam sei eigentlich für Demenz-Kranke gedacht, die eine „hirnorganisch bedingte Leistungsstörung” aufweisen, teilte die Deutsche Angestellten Kasse (DAK) mit.

Doch eine Untersuchung der Krankenkasse ergab: Nur auf 2,7 Prozent der entsprechenden Rezepte der Versicherten stand die Diagnose „Demenz” - wofür Piracetam zugelassen ist. 83 Prozent der Berufstätigen bekamen dieses Mittel bei anderen Diagnosen verordnet. Dazu gehören Stress, Konzentrationsmängel oder Erschöpfungszustände.

Vor allem Männer „frisieren ihr Leistungspotenzial” um dem chronischen Stress in der Arbeitswelt standzuhalten, so die DAK weiter. Die erste umfassende Studie über Gehirn-Doping in Deutschland zeigt, dass hochgerechnet zwei Millionen Deutsche zu Pillen greifen, um ihre Hirnleistungen zu steigern. Dazu gehört auch ein Betablocker für Herzkranke, der vor allem bei Studenten im Prüfungsstress beliebt ist.
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