Berlin - Deutsche kürzer und häufiger im Krankenhaus

Deutsche kürzer und häufiger im Krankenhaus

Letzte Aktualisierung:

Berlin. Krankenhausaufenthalte in Deutschland sind immer kürzer. Dafür werden Patienten tendenziell häufiger in Kliniken eingewiesen.

Das geht aus dem „Krankenhausreport 2010” hervor, den die Krankenkasse Barmer GEK am Dienstag in Berlin vorstellte.

Die Verweildauer in den Krankenhäusern ging auf durchschnittlich 8,48 Tage je Fall zurück. Im Vorjahr hatte sie noch bei 8,6 Tagen gelegen. Am kürzesten seien die Krankenhausaufenthalte in Niedersachsen, Thüringen und Bayern, am längsten in Berlin, Sachsen und Bayern. Gleichzeitig stieg die Zahl der Krankenhausaufenthalte von 182 auf 186 Einweisungen je 1000 Versicherter.

Häufigste Ursache für eine Einweisung sind psychische Störungen. Sie hätten mit 17,2 Prozent aller Diagnosen inzwischen Herz- und Kreislauferkrankungen von der Spitzenposition verdrängt. Vor allem Depressionen in Verbindung mit Alkohol stellten zunehmend ein Problem dar, sagte Friedrich Wilhelm Schwartz, Vorsitzender des Instituts für Sozialmedizin.

„Alkohol ist vor allem bei Männern im mittleren Alter mit Abstand der wichtigste Einweisungsgrund. Hier ist die vor allem die Politik gefragt das Problem in den Fokus zu nehmen,” betonte Schwartz. Der Anteil der psychischen Störungen an den stationären Behandlungen habe sich im Vergleich zu 1990 mehr als verdoppelt.

Der Krankenhausreport 2010 erfasst die Daten von 8,5 Millionen gesetzlich Krankenversicherten. Die Barmer GEK ist die größte gesetzliche Krankenkasse in Deutschlands. Sie war zum 1. Januar 2010 aus der Fusion von Barmer und der Gmünder Ersatzkasse (GEK) hervorgegangen.
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