Depressionen sind oft Auslöser für Sexualstörungen

Von: dpa
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Berlin. Menschen mit Depressionen leiden häufig unter Problemen im Sexualleben. Sie ziehen sich emotional zurück und sind antriebslos und gefühlslos. Auch der Hormonstoffwechsel kann negativ beeinflusst werden.

Betroffenen sollten sich zunächst gründlich körperlich untersuchen lassen, rät Michael Berner von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde in Berlin. Können organische Ursachen ausgeschlossen werden, empfiehlt er eine Sexualtherapie. Das gilt insbesondere, wenn die Probleme nicht nach einigen Wochen weniger würden. Die Kosten für die Therapie übernimmt die Krankenkasse.

Sexualstörungen machen sich zum Beispiel durch eine eingeschränkte Potenz bemerkbar. Das unbefriedigende Sexualleben führe oft zu Problemen in der Partnerschaft, das Selbstwertgefühl und die Lebensqualität leiden und der emotionale Rückzug verstärke sich, erläutert Berner. Auch bei Menschen, die mit Antidepressiva behandelt werden, können sexuelle Störungen auftreten.

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