Demenz - Regelmäßige Bewegung kann den Verlauf verlangsamen

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Coppenbrüggen. Im Alter steigt das Risiko, an Demenz zu erkranken und die Zahl der Demenzkranken wächst in unserer alternden Gesellschaft stetig.

Seit einigen Jahren wird daher die Frage diskutiert, ob und wie der Demenz vorgebeugt und der Erkrankungsverlauf positiv beeinflusst werden kann.

Sport und körperliche Aktivitäten wie Treppensteigen, und Spazierengehen könnten einen solch positiven Effekt haben. „Regelmäßige Bewegung hält erwiesenermaßen den Gesamtorganismus fit. Und auch das Hirn profitiert vom Sport”, sagt Manfred Gogol, Chefarzt an der Klinik für Geriatrie im Krankenhaus Lindenbrunn und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie.

„Da das Denken mit der körperlichen Aktivität zusammenhängt, kann die Frage, ob Sport Demenz positiv beeinflussen kann, mit einem vorsichtigen Ja, seid körperlich aktiv, beantwortet werden”, sagt Gogol. „Allerdings haben zahlreiche Studien aus unterschiedlichen Ländern keine wirklich präventiven Auswirkungen von Sport auf Demenz festgestellt”, sagt Gogol. „Die Ergebnisse weisen jedoch darauf hin, dass Sport und Bewegung das Fortschreiten einer Demenz verlangsamen können.” Klare Zusammenhänge seien nur schwer eindeutig nachweisbar, da eine Demenzerkrankung nicht von einem Faktor allein abhänge. „Sicher ist lediglich, dass Risikofaktoren wie Übergewicht oder Bluthochdruck, die das Herz-Kreislauf-System schädigen, auch die Hirnfunktion beeinträchtigen können”, sagt Gogol.

Körperliche Aktivität sei daher für ältere Menschen auf jeden Fall sinnvoll, da die Bewegung helfe, Gewicht, Blutdruck und die Blutfettwerte im Normbereich zu halten. Und regelmäßiges Training von Muskelkraft, Beweglichkeit der größeren Gelenke und Gleichgewicht beuge außerdem Stürzen, Knochenbrüchen und auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor.

Und einen positiven Effekt hat regelmäßiges Sporttreiben noch: „Wir können sowohl bei den Patienten, als auch bei den Pflegern und den Angehörigen eine größere subjektive Zufriedenheit feststellen, wenn die Betroffenen sich regelmäßig bewegen”, sagt Gogol. Denn wer Sport treibe beziehungsweise sich regelmäßig bewege, der leide auch weniger an depressiven Verstimmungen, sei ausgeglichener und zufriedener. „Deswegen ist aufstehen und gehen immer besser, als nur mit der Fernbedienung in der Hand im Sessel zu sitzen.”
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