Dauerhaft tränendes Auge kann auf Tränenwegsverschluss hindeuten

Von: ddp
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Wiesbaden. Ein dauerhaft tränendes Auge sollte medizinisch untersucht werden. „Das kann auf einen Tränenwegsverschluss hindeuten”, sagt Augenarzt Klaus Heckmann aus Wiesbaden.

Durch einen solchen Verschluss der ableitenden Tränenwege sammelt sich zu viel Tränenflüssigkeit im Auge. Ursache sei oftmals eine vorangegangene chronische Entzündung, die auf den Tränenkanal übergehe - „beispielsweise eine chronische Nasennebenhöhlenerkrankung, eine Entzündung der Bindehaut oder der Lidränder”. Dann sei eine Behandlung mit Antibiotika nötig - und auch ein Spülen des Tränenwegkanals.

„Bleibt der Kanal verklebt, muss operiert werden”, sagt Heckmann. Die Ärzte legen einen künstlichen Kanal vom Tränensack zum Nasenkanal an, so dass die überschüssige Flüssigkeit abfließen kann.

Auch Verletzungen sind laut Heckmann oft Ursache eines Tränenkanalverschlusses: „Trifft ein stumpfer Gegenstand auf das Auge, kann der Kanal reißen.” Spätestens eine Woche nach einem solchen Unfall müsse eine Sonde in den Kanal eingesetzt werden, „dieser wächst dann wieder zusammen”.

Es könne auch sein, dass der Tränenkanal durch einen Fremdkörper verstopft wird, etwa durch ein Insekt. Dies ließe sich durch eine Tränenweg-Spülung problemlose wieder entfernen.

„Einige Kinder kommen mit einem angeborenen Tränenkanalverschluss auf die Welt”, sagt Heckmann. Doch meist öffne sich der Kanal innerhalb der ersten sechs Lebensmonate von alleine. In etwa zehn Prozent der Fälle müsse mit einer Spülung nachgeholfen werden.
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