Datenbank hilft bei Suche nach behindertengerechtem Handy

Von: dpa
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Berlin. Winzige Tasten, kleine Schrift, leiser Ton: Viele Handys sind nicht behindertengerecht gestaltet. Es gibt aber Software und Geräte, die eine uneingeschränkte Kommunikation möglich machen. Darauf weist das Informationszentrum Mobilfunk (IZMF) zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen (3. Dezember) hin.

Eine Gerätedatenbank mit Spezialhandys bietet das Mobile Manufacturers Forum (MMF)das man im Internet unter http://www.mobileaccessibility.info/findphones.cfm?lang=de finden kann.

Für Blinde gibt es zum Beispiel Handys, die statt eines Displays eine Braille-Zeile aus beweglichen Drahtstiften besitzt. Diese bilden die Buchstaben der Blindenschrift ab. Auf der MMF-Seite wird auch Software vorgestellt, die Kurznachrichten vorliest und Gesprochenes in SMS umwandeln kann.

Texterfassung und Sprachausgabe

Ebenfalls für Blinde ist eine Software gedacht, die eine Handykamera einbindet und Textinformationen im Kamerabild erfassen und vorlesen kann. Damit ein Blinder die Kamera richtig auf die Zeitung, das Schild oder die Speisekarte ausrichtet, gibt die Software per Sprachausgabe Befehle.

Taubstumme können zum Beispiel Handys mit einer Funktion nutzen, die die Sprache des Gesprächspartners erkennt und als Text auf dem Display ausgibt. Aber auch die Funktionen „normaler” Handys können für taube Menschen nützlich sein, beispielsweise ein visuelles Signal für einen eingehenden Anruf. Hilfreich ist auch der Bluetooth-Funk, über den Anrufe direkt in Hörgeräte geleitet werden können.

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