Brille oder Kontaktlinsen? Ist eins der beiden die bessere Wahl?

Von: rd
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Berlin. In Deutschland leben rund 42 Millionen Fehlsichtige – die für scharfe Sicht auf eine geeignete Sehhilfe angewiesen sind. Welche Sehhilfe jedoch am besten für einen selbst geeignet ist, ist nicht jedem klar.

Früher war das erste Argument gegen die Brille fast immer ein modisches: "Mir stehen einfach keine Brillen." Heute hat sich die Brille zu einem trendigen Wegbegleiter gemausert und ist in fast allen erdenklichen Farben und Formen erhältlich, sodass dieses Argument kaum noch zu hören ist.

Problematisch wird es erst für manche mit einer extrem starken Sehschwäche, bei der sehr dicke Brillengläser zur Korrektur erforderlich sind. Die gehen mitunter nicht nur sichtlich über die Fassungsränder hinaus und vergrößern beziehungsweise verkleinern die Augen des Brillenträgers für sein Gegenüber stark; sie wiegen auch mehr als dünnere Gläser, weshalb entsprechende Brillen schnell unangenehm auf den Nasenrücken drücken können. Diese Probleme hat man mit Kontaktlinsen auch bei starker Fehlsichtigkeit nicht.

Ein weiterer Nachteil an Brillengestellen besteht für viele Sportler darin, dass die Sehhilfen herunterfallen können oder die Gläser zerbrechen können – mit gefährlichen Folgen für die Augen!

Auch hier können Kontaktlinsen richtig auftrumpfen. Wer sich nach den ersten Tagen an das Tragen der Linsen gewöhnt hat, merkt überhaupt nicht mehr, dass sie sich im Auge befinden. Linsen können nicht durch eine unvorsichtige Armbewegung oder einen Ball von der Nase gestoßen und beschädigt werden.

Schlimmstenfalls fällt eine Kontaktlinse höchstens heraus. Und auch das ist meist nicht weiter dramatisch, solange es sich nicht um teure Jahreslinsen handelt. Aus diesem Grund ist es aber tatsächlich ratsam, sich für den Sport Tages- oder Monatslinsen zuzulegen.

Dafür ist es allerdings bei Kontaktlinsen besonders wichtig, ein hohes Maß an Hygiene und entsprechender Pflege sicherzustellen. Den geringsten Pflegeaufwand bringen Tageslinsen mit sich, da sie nach einmaliger Nutzung einfach entsorgt werden. Dafür sind sie auf das Jahr gerechnet die teuerste Variante.

Wer die Kontaktlinsen regelmäßig trägt, kann mit Monatslinsen einiges an Geld sparen – muss dafür aber einen höheren Pflegeaufwand in Kauf nehmen, wenn er Verunreinigungen und daraus resultierenden Entzündungen der Augen vorbeugen möchte. Für die richtige Pflege werden je nach Linsenart unterschiedliche Pflegelösungen benötigt.

Für weiche Linsen kommen in der Regel Multifunktions- oder Peroxidlösungen und für harte Linsen ebenfalls eine Peroxidlösung oder andere spezielle Lösungen in Frage. Es gibt zudem spezielle Monatslinsen wie die Air Optix, die mit einer besonderen Plasmaoberfläche versehen werden.

Letztere stellt eine Art Schutzmantel dar, der Ablagerungen von Fett, Schmutz und Staub verhindern soll. Diese Schutzschicht ersetzt die Pflege zwar nicht, vermindert jedoch das Risiko weiter, dass Schmutz und Keime ins Auge gelangen.

Schlussendlich sind die Vor- und Nachteile von Brillen und Kontaktlinsen anhand der ganz eigenen Situation, Hobbys und Gewohnheiten abzuwägen – wer sich unsicher ist, findet im Internet kleine Tests als Anregung. Der eine bevorzugt vielleicht eine Brille, weil er wenig Sport treibt und ihm der Pflegeaufwand der Kontaktlinsen zu groß ist. Der andere ist dagegen sportlich aktiv und findet obendrein, dass er kein Brillengesicht hat – deswegen trägt er lieber Kontaktlinsen.

Wichtig ist, dass man sich selbst mit seiner Sehhilfe wohlfühlt. Wer sich nicht entscheiden kann oder will, der kann auch beide Varianten kombinieren und die Sehhilfe passend zur jeweiligen Situation auswählen. Auf diese Weise können sich die Sehhilfen mit ihren Stärken ergänzen und bieten immer das bestmögliche Seherlebnis.

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