Braune Sprenkel auf der Haut: Wie man Altersflecken entfernen kann

Von: ddp
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Altersflecken
Die meisten Menschen empfinden Altersflecken nur als Schönheitsmakel. Verändern sich Flecken, sollte aber ein Arzt darauf schauen. Foto: dpa

Berlin. Mit dem Alter bildet die Haut oft bräunliche Flecken. Vor allem im Gesicht, auf der Hand, der Brust oder dem Rücken können ab dem 50. Lebensjahr Pigmentveränderungen entstehen, die der Volksmund uncharmant Altersflecken nennt.

Die in der Fachwelt als Lentigines bekannten Flecken seien die Folge jahrzehntelanger Sonneneinstrahlung, erläutert die Berliner Hautärztin Jeanette Eicholtz. Da sie im Gegensatz zu Leberflecken nur in der oberen Hautschicht auftreten, können sie mit verschiedenen Methoden entfernt werden.

Altersflecken können sich als kleine Sprenkel äußern, aber auch als großflächige Hautveränderung. In den meisten Fällen seien sie gesundheitlich absolut unbedenklich, sagt Eicholtz. Lediglich wenn die Flecken eine besonders dunkelbraune Färbung hätten oder die Ränder ausgefranst seien, könne dies ähnlich wie bei Leberflecken ein Zeichen für bösartige Hautveränderungen sein. In solchen Fällen sollte auf jeden Fall ein Hautarzt um Rat gefragt werden.

Um die Flecken verschwinden zu lassen, greifen viele Frauen zu speziellen Hautcremes. Diese enthielten meist pflanzliche oder chemische Bleichmittel, erläutert die Hautärztin. Da der Wirkstoff meist nur sehr schwach konzentriert sei, müssten die Flecken allerdings in der Regel über Monate regelmäßig eingecremt werden, ehe eine Wirkung erkennbar sei. „Weg sind die Flecken danach aber meist trotzdem nicht”, sagt Eicholtz.

Mehr Wirkung zeigt nach Erfahrung der Dermatologin die Behandlung mit Peelings. Diese enthielten meist Fruchtsäuren oder Salicylsäure. Allerdings träten hier öfter Nebenwirkungen auf. „Wenn das Peeling zu viel Säure enthält, schält sich oft die Haut ab”, erläutert die Ärztin. Besonders im Gesicht könne dies unangenehm sein. Hautärzte greifen heute nach Eicholtz Angaben zumeist zum Laser, um Altersflecken zu entfernen. Dabei werde Hautschicht um Hautschicht abgetragen, bis die Verfärbung beseitigt sei. Eine Betäubung sei in der Regel nicht notwendig, da lediglich ein leichtes Brennen zu fühlen sei, sagt Eicholtz. Allerdings blieben bei dieser Methode zunächst oberflächliche Wunden zurück, die aber in der Regel innerhalb einer Woche wieder abheilten.

Wer diese Wunden vermeiden will, kann sich nach Angaben der Ärztin mit anderen Lasern behandeln lassen, die zum Beispiel auch zur Entfernung von Tätowierungen verwendet werden. Dabei werden die Pigmente durch Hitze gezielt zerstört. „Das Abtragen ist allerdings meist die wirksamere Methode”, sagt die Dermatologin. Je nach Größe des Flecks lägen die Kosten für eine Laser-Behandlung meist zwischen 80 und 300 Euro.

Manche Hautärzte böten zudem auch Behandlungen mit hochwirksamen Peelings auf Säurebasis an, erklärt Eicholtz. Hier müssten allerdings meist mehrere Termine in Anspruch genommen werden. Die Entfernung der Flecken mit flüssigem Stickstoff werde heute dagegen kaum noch angewandt, da sie im Vergleich zu den anderen Methoden sehr aufwendig sei und häufiger Nebenwirkungen aufträten.
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