Blutdruck messen: Zu Hause sind die Werte niedriger

Von: dapd
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Berlin. Der Weg zum Arzt ist für viele Menschen mit einigen Anstrengungen verbunden: Man hetzt in der Mittagspause in die Praxis, steht im Stau und kommt zu spät oder hat nur wenig Zeit mitgebracht.

Besonders Menschen mit Bluthochdruck kommen dann mit zusätzlich erhöhten Werten beim Arzt an. „Untersuchungen zeigen, dass die Werte beim Arzt meistens höher sind als zu Hause im gewohnten Umfeld”, sagt Lutz Engelen, Vizepräsident der Bundesapothekerkammer in Berlin.

Häufig treibe nämlich auch noch die Angst vor den gemessenen Werten den Blutdruck zusätzlich hoch. Dieser sogenannte „Weißkittel-Effekt” als Ausdruck der Aufregung könne die Diagnose Bluthochdruck auch verfälschen, weshalb es sinnvoll sei, die Werte auch zu Hause in Ruhe regelmäßig zu überprüfen, rät Engelen. Damit dabei keine Fehler passieren, können Patienten sich in Apotheken erklären lassen, wie die Blutdruckmessgeräte richtig eingesetzt werden. „Wer kein eigenes Gerät hat, kann sich in jeder Apotheke den Blutdruck bestimmen lassen”, sagt Engelen.

Auch beim Kauf eines Gerätes ist eine Beratung in der Apotheke sinnvoll: „Nicht jedes Blutdruckgerät ist für jeden Menschen passend”, sagt Engelen. Übergewichtige Menschen bräuchten zum Beispiel eine breitere Oberarmmanschette oder ein Gerät, das nur am Handgelenk misst. Menschen mit Sehschwäche profitieren von einem Gerät mit großem Display.

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