Besser sehen mit der Gleitsichtbrille?

Von: rd
Letzte Aktualisierung:
Brille
Foto: Ken Teegardin / CC BY-SA 2.0

Berlin. Im Laufe der Jahre verschlechtert sich die Sehfähigkeit der meisten Menschen. Etwa ab dem 50. Lebensjahr beginnt bei vielen die Altersweitsichtigkeit. Wer altersweitsichtig ist, kann Objekte, die sehr nahe liegen, nicht mehr richtig fokussieren.

Es fällt dann zum Beispiel schwer, die Zeitung zu lesen. Eine Lesebrille kann das Problem lösen. Doch wenn man zusätzlich auch kurzsichtig ist, ist es mit einer Lesebrille nicht getan: Eine Gleitsichtbrille muss her.

Die speziellen Gleitsichtgläser korrigieren sowohl Altersweit- als auch Kurzsichtigkeit. Eine Gleitsichtbrille ist also Lese- und Fernbrille in einem. Das ermöglicht der spezielle Schliff der Gläser. Im oberen Bereich des Glases wird die Kurzsichtigkeit ausgeglichen, im unteren Bereich die Weitsichtigkeit.

Durch den gleitenden Übergang zwischen den Nah- und Fernbereich entspricht das Sehen mit Gleitsichtbrille fast dem Sehen ohne Fehlsichtigkeit. Im Prinzip kann man die Gleitsichtbrille also bei jeder Gelegenheit nutzen. Lediglich bei besonderen Blickrichtungen kann es passieren, dass man den Kopf entsprechend mitbewegen muss, um durch den richtigen Bereich der Brille zu blicken. Das kann beispielsweise beim Kontrollblick für das Rückwärtseinparken der Fall sein.

Für Menschen, die viel am PC arbeiten, gibt es speziell angepasste Bildschirmarbeitsplatzbrillen. Diese Gleitsichtbrillen bieten ein erweitertes Sehfeld, das auf das Nahsichtfeld am PC im Bereich von 70 bis 90 cm abgestimmt ist. Spezielle Gleitsichtvarianten gibt es auch für Sporttreibende. Diese Gleitsichtbrillen sind dann auf die entsprechende Kopf- und Körperhaltung der jeweiligen Sportart abgestimmt.

Gleitsichtbrille nach Maß

Eine Gleitsichtbrille sollte immer von einem erfahrenen Optiker angepasst werden. Wichtig ist nämlich nicht nur die Bestimmung der richtigen Sehstärken, sondern auch die Wahl der richtigen Fassung. Die Fassung muss grundsätzlich über eine ausreichende Scheibenhöhe verfügen, damit der Rahmen nicht im Blickfeld liegt.

Die Gläser können präzise an die individuellen Sehgewohnheiten angepasst werden. Die Kosten für eine Gleitsichtbrille fallen daher unterschiedlich hoch aus. Mit rund 400 Euro und mehr sollte man aber rechnen.

Nur mit einer richtig angepassten Gleitsichtbrille ist das Sehen ohne Probleme möglich. Doch auch trotz richtig angepasster Brille kann es anfangs zu Problemen kommen. Das Gehirn und die Augen brauchen Zeit, um sich auf die unterschiedliche Brechkraft der neuen Gläser einzustellen. Das kann zu Kopfschmerzen, Schwindel und unscharfem Sehen führen. Diese Eingewöhnungsphase dauert aber meist nicht länger als einen Monat.

Alternativen zur Gleitsichtbrille

Einige Menschen haben auch längerfristig Probleme mit ihrer Gleitsichtbrille, beispielsweise beim Treppensteigen oder in unbekannten Umgebungen. Da der untere Brillenbereich für das Nahsehen ausgelegt ist, werden Treppenstufen und Hindernisse mitunter verschwommen wahrgenommen oder sie erscheinen weiter weg.

Die falsche Wahrnehmung kann dazu führen, dass man stolpert oder die Füße ins Leere setzt. Dieses Problem kann gelöst werden, wenn in diesen Situationen eine normale Brille für den Fernbereich getragen wird.

Wer komplett auf das Brillengestellt verzichten möchte, kann auf sogenannte Multifokallinsen ausweichen. Multifokallinsen sind Kontaktlinsen, die wie Gleitsichtgläser in mehrere Sehzonen aufgeteilt sind.

Sie schreiben unter dem Namen:

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert