Beim Fastenbrechen im Ramadan maßvoll essen

Von: Ragah Kamel, dpa
Letzte Aktualisierung:

Dubai. In vielen islamischen Familien wird im Ramadan beim täglichen Fastenbrechen groß aufgefahren: Die Tische biegen sich dann unter der Last der Speisen.

Die Folge ist häufig ein rebellierender Magen. „Sich zu voll zu essen, kann zu Übelkeit, Magenverstimmungen sowie Sodbrennen führen”, warnt Abdullah Fayyad, Facharzt für Gastroenterologie am American Hospital Dubai. „Zusätzlich steigt das Risiko für Diabetes”, sagte er in einem Gespräch mit dem dpa-Themendienst anlässlich des diesjährigen Ramadan-Beginns am Mittwoch (11. August).

Sehr fettige Speisen und mächtige Süßigkeiten liegen am nächsten Tag häufig schwer auf dem Magen. „Auch spätes Essen kurz vor dem Zubettgehen kann aufgrund von Sodbrennen zu Magenproblemen führen”, warnt der Experte. Besser sei es, das Fastenbrechen - den sogenannten Iftar - ganz in der islamischen Tradition zu begehen: „Starten Sie mit zwei Tassen Wasser oder Saft, Datteln und einer Schüssel Suppe oder einem Teller Salat”, rät Fayyad. Im Anschluss daran und durch das folgende Maghrib-Gebet habe der Magen etwa 20 Minuten, um sich auf die noch ausstehende Hauptmahlzeit vorzubereiten.

Auch für die Hauptmahlzeit empfiehlt der Experte ausgewogenes Essen - ein voller Teller reiche aus. Das Gericht enthält idealerweise Proteine, Kohlenhydrate und Gemüse. „Der Fettgehalt des Essens sollte 30 Prozent auf keinen Fall übersteigen.” Neben Fleisch und Fisch versorgen auch Linsen, Bohnen und Kichererbsen den Körper mit Proteinen. Da der Ramadan in diesem Jahr in die warme Jahreszeit fällt, ist der Sonnenaufgang und somit auch der tägliche Fastenbeginn früher. Das Fastenbrechen am Abend verschiebt sich nach hinten, denn die Sonne geht später unter.

Fastende sollten versuchen, die empfohlene tägliche Trinkmenge von etwa 1,5 Litern einzuhalten. Fayyad rät, das Trinken nach dem Fastenbrechen gut auf den Abend zu verteilen und die Flüssigkeit langsam zu sich zu nehmen. Ein wichtiger Aspekt einer gesunden Ernährung im Ramadan ist das morgendliche Essen vor Sonnenaufgang - der sogenannte Suhoor. „Der Suhoor ist eine sehr wichtige Mahlzeit, die ebenfalls Kohlenhydrate, Proteine, Milchprodukte und Wasser enthalten sollte”, empfiehlt der Mediziner. Der Suhoor liefere dem Körper Energie, die er für den Tag benötigt.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert