Bei Wurminfektion Bettzeug und Unterwäsche häufig waschen

Von: ddp
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Lauffen. Sie sind nur knapp einen Zentimeter lang und nicht einmal einen Millimeter dick. Trotzdem versetzen die weißen Madenwürmer Eltern nicht selten einen Schock - dann nämlich, wenn die Tierchen nach dem Stuhlgang der Sprösslinge im Töpfchen oder in der Toilette auftauchen.

Ein Grund zur Panik besteht jedoch nicht: „Auch heute noch treten Infektionen mit Würmern bei Kindern regelmäßig auf”, weiß Kinderarzt Michael Mühlschlegel aus Lauffen am Neckar. Da die kleinen Würmer im Gegensatz zu anderen Parasiten lediglich den Magen-Darm-Trakt befallen und auch dort keine größeren Schäden anrichten, ist eine Infektion jedoch meist völlig harmlos.

Dennoch sollte man ihr möglichst frühzeitig entgegenwirken. „Ein typisches Anzeichen für einen Wurmbefall ist ein starker Juckreiz am After”, erläutert der Experte. Dort legen die Wurm-Weibchen, die den Dickdarm bewohnen, nämlich über Nacht ihre Eier ab, die dann durch unbewusstes Kratzen nicht selten unter die Fingernägel und darüber wieder in den Mund der Kinder gelangen.

Kinder, die sich vor allem morgens vermehrt am Po kratzen oder auf dem Stuhl hin- und herrutschen, sollte man also genau im Auge behalten und vom Kinderarzt untersuchen lassen.Auch Bauchweh kann auftreten - Übelkeit oder Abgeschlagenheit sind dagegen weniger typisch.

Bestätigt sich der Verdacht bei der Untersuchung, ist eine Wurmkur angesagt. Sie besteht meist aus zwei bis drei Tabletten, die innerhalb von 14 Tagen genommen werden müssen und vom Arzt verschrieben werden. Häufig ist es dabei sinnvoll, alle Familienmitglieder mitzubehandeln und auch Hund oder Katze eine Wurmkur zu verpassen. Die Kinder sollten sich häufig die Hände waschen und die Fingernägel kurz halten. Auch müssen Bettzeug und Unterwäsche sorgfältig und so häufig wie möglich gewaschen werden, um eine erneute Ansteckung zu verhindern.

Komplett vermeiden kann man die Wurminfektion allerdings nicht: „Kinder stecken sich häufig auf dem Spielplatz oder beim Spielen und Schmusen mit Tieren an”, erläutert der Experte. Auch Salat ist mitunter die Quelle der Wurmeier. Ganz so häufig wie früher sind die Wurmprobleme allerdings bei weitem nicht mehr: „Heute wird ja nur noch selten das selbstgezogene Gemüse mit dem Inhalt der hauseigenen Jauchgrube gedüngt”, sagt Mühlschlegel augenzwinkernd.
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