Bei vergrößerter Prostata bewusst trinken

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Köln. Eine gutartig vergrößerte Prostata ist selten ein Fall für den Chirurgen. Sind die Beschwerden nur leicht, kann der betroffene Mann sogar versuchen, ohne Medikamente klar zu kommen. Einige Strategien im Alltag können dabei helfen, rät das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in Köln.

Sinnvoll sei zum Beispiel, die Flüssigkeitszufuhr zu begrenzen, wenn der Gang zur Toilette für längere Zeit nicht möglich oder gewollt ist - zum Beispiel nachts oder unterwegs.

Entwässernde Getränke wie Alkohol, Kaffee oder Cola werden besser grundsätzlich gemieden - sie regen die Harnbildung an. Um andere gesundheitliche Probleme zu vermeiden, muss im Laufe des Tages aber insgesamt genug getrunken werden.

Auch ein Blasentraining empfiehlt das Institut: Dabei probiert der Mann, das Wasserlassen regelmäßig etwas hinauszuzögern und dem Harndrang nicht sofort nachzugeben. Das stärkt die Speicherfähigkeit der Blase. Nach dem Wasserlassen sollte der Mann außerdem noch einen Augenblick abwarten und dann erneut versuchen, zu urinieren. Eventuell entleert sich dadurch die Blase komplett.

Darüber hinaus ist es ratsam, alle derzeit eingenommenen Medikamente durchzusehen und mit dem Arzt oder Apotheker zu besprechen. Einige Mittel können dem IQWiG zufolge Harnwegsbeschwerden auslösen. Und schließlich kann es manchmal auch helfen, Strategien parat zu haben, die von dem Gefühl ablenken, dringend auf die Toilette zu müssen.

Die Prostata sitzt direkt unter der Blase und umschließt einen Teil der Harnröhre. Dass sie mit dem Alter wächst, sei nicht ungewöhnlich und habe meist keine spürbaren Folgen, erläutert das Institut auf dem Portal gesundheitsinformation.de. Zu Beschwerden kommt es, wenn sie deutlich stärker als normal wächst und dadurch auf Blase und Harnröhre drückt.
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