Hamburg/Berlin - Bei Spannungskopfschmerzen brauchen Kinder kein Schmerzmittel

Bei Spannungskopfschmerzen brauchen Kinder kein Schmerzmittel

Von: dapd
Letzte Aktualisierung:

Hamburg/Berlin. Der Kopf brummt, der Schmerz pocht in den Schläfen: Viele Kinder klagen nach einem langen Schultag über Kopfschmerzen, weiß Ulrich Fegeler, Bundespressesprecher vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Berlin.

„Die Ursache dafür ist häufig falsches und zu langes Sitzen in den Klassenräumen.” Dieser Spannungskopfschmerz zeige sich in der Regel durch ein unangenehmes Druckgefühl im Nacken aufgrund muskulärer Verhärtungen im Rücken.

„Der Schmerz zieht den Hinterkopf hoch und ist für Kinder sehr belastend.” Leichte Übelkeit könne als Begleiterscheinung hinzukommen. Auch wenn Eltern ihrem Kind schnellstmöglich helfen wollen, rät Fegeler vom Griff zur Tablettenschublade ab: „Versuchen Sie zunächst, ihrem Kind Entspannungsmöglichkeiten anzubieten, Schmerzmittel sind nicht frei von Nebenwirkungen.”

Die beste Therapie gegen den „dicken Schädel” nach der Schule sei ein kleines Mittagsschläfchen. „Bei Ganztagsschülern kann es auch das Nickerchen auf dem Sofa am Nachmittag sein.” Nach 20 bis 30 Minuten Schlaf fühlen sich die Kinder in der Regel schon besser. „Bei hartnäckigen Verspannungen können Mama oder Papa auch massieren.”

Ähnliche Entspannungseffekte bringen warme Auflagen, zum Beispiel ein Dinkelkissen, eine Wärmflasche oder direkt das warme Bad. Wichtig sei es vor allem, auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr beim Kind zu achten und für den Schultag ausreichend Getränke und Zwischenmahlzeiten zur Verfügung zu stellen: „Sonst können Kopfschmerzen auch ein Zeichen von körperlicher Erschöpfung werden”, warnt der Kinderarzt.

Hilft das alles nicht, könne den Kindern ein leichtes Schmerzmittel, wie Paracetamol, verabreicht werden, rät Fegeler: „Allerdings sollten bei wiederholtem Auftreten eines Kopfschmerzes die Ursachen vom Kinderarzt abgeklärt werden.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert