Bei Rückenschmerzen sind oft die Muskeln zu schwach

Von: dpa
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Saarbrücken. Die Wirbelsäule wird durch Muskeln stabilisiert - sind sie zu schwach, treffen Belastungen ungebremst auf. „Starke, trainierte Muskeln wirken hingegen wie ein Schutzschild.”

„Eines der wichtigsten Mittel zur Vorbeugung und Behandlung von Rückenschmerzen ist ein Krafttraining für die wirbelsäulenstabilisierende Muskulatur”, sagt Prof. Bernhard Allmann von der BSA-Akademie/Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement in Saarbrücken.

Anfängern rät der Sportexperte: Krafttraining für die großen Muskelgruppen sollte zwei- bis dreimal pro Woche für 30 bis 45 Minuten mit 6 bis 12 Übungen pro Einheit erfolgen. „Setzen Sie auf ausgewogenen Wechsel zwischen umfangs- und intensitätsorientierten Trainingszyklen und die Betreuung durch einen ausgebildeten Fitness- beziehungsweise Personal-Trainer.”

Untersuchungen belegen Allmann zufolge, dass durch moderates und angepasstes Krafttraining das Bewegungssystem so trainiert werden kann, dass Rückenprobleme positiv beeinflusst werden.

In einer Studie mit 565 Patienten, die länger als sechs Monate an chronischen Rückenschmerzen litten, zeigte gezieltes muskuläres Aufbautraining Wirkung: „Nach einem zwölfmonatigen Training konnten eine annähernde Verdopplung der Kraft der Muskulatur in der Lendenwirbelsäule, eine deutliche Schmerzreduktion bei gleichzeitiger Reduktion der Schmerzmittel und eine Zunahme der Arbeitsfähigkeit erzielt werden”, erläutert Allmann.

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