Heidelberg - Bei Krebs mit Arzt über Taubheit oder Kribbeln sprechen

Bei Krebs mit Arzt über Taubheit oder Kribbeln sprechen

Von: dpa
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Heidelberg. Krebspatienten, deren Hände oder Füße auffällig kälteempfindlich sind, kribbeln oder sich taub und kraftlos anfühlen, sollten darüber mit ihrem Arzt sprechen.

Denn das könnten Anzeichen von Nervenschäden durch Krebsmedikamente oder eine Strahlentherapie sein, erläutert das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Auch wer Schwierigkeiten dabei hat, ein Hemd zuzuknöpfen, eine Flasche aufzudrehen oder zu schreiben, sollte das erwähnen. Der Arzt könne dann entscheiden, ob eine Therapiepause eingelegt werden oder ob der Patient weniger oder andere Medikamente nehmen kann.

Probleme beim Gehen, Hören und Sehen sowie stechende Schmerzen könnten ebenfalls Hinweise auf die Nervenschädigungen - sogenannte Neuropathien - sein, heißt es in einem Informationsblatt des Zentrums. In seltenen Fällen fühlten sich die Patienten müde, verwirrt oder unruhig. Um die Beschwerden zu verringern, sei es in einzelnen Fällen möglich, die Krebstherapie umzugestalten - vor allem, wenn die Krebserkrankung durch die geplante Therapie voraussichtlich geheilt werden könne.

Da die Forschung noch kein anerkanntes Allheilmittel gegen die negativen Therapiefolgen entwickelt habe, sei es ratsam, Neurologen oder Schmerztherapeuten zu den Gesprächen hinzuzuholen. Denn oft könnten auch physikalischen Verfahren wie Physiotherapie, Elektrotherapie, Ergotherapie und Bäder die Taubheitsgefühle lindern.

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