Bei jeder fünften Selbstmedikation Probleme

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Düsseldorf. Bei fast jeder fünften Selbstmedikation kommt es zu Problemen mit dem Arzneimittel. Das geht aus einer Studie hervor, die die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) am Mittwoch in Düsseldorf vorgestellt hat.

Rund 75 Prozent der Probleme entstehen, weil die Erkrankung nicht für eine Selbstbehandlung geeignet ist, das vom Kunden gewünschte Medikament nicht zum Einzelfall passt oder aber es zu lange angewendet oder falsch dosiert wurde.

Fast ein Drittel (29,7 Prozent) der Probleme entstehen, weil die Erkrankung für die Selbstmedikation ungeeignet ist. Als Beispiel nennt die ABDA einen Patienten, der ein Schmerzmittel haben möchte, weil er starke Brustschmerzen und Atembeschwerden hat. In einem solchen Fall besteht aber der Verdacht auf Herzinfarkt oder Lungenentzündung, ein Arztbesuch ist dringend geboten.

Etwa ein Fünftel (20,5 Prozent) der Probleme beruhen darauf, dass ein Präparat sich im speziellen Fall nicht eignet - etwa wenn ein Kunde ein alkoholhaltiges Mittel für ein Kind oder eine Schwangere kaufen will. 17 Prozent der Schwierigkeiten liegen darin, dass ein Patient ein Mittel zu lange einnimmt. Schnupfensprays etwa dürfen maximal eine Woche benutzt werden, weil sie bei längerer Anwendung die Nasenschleimhaut austrocknen und die Nase noch mehr verstopfen.

Eine falsche Dosierung ist für sieben Prozent der Probleme verantwortlich. Wird zum Beispiel das schmerzstillende Paracetamol überdosiert, kann der Wirkstoff zu Leberschäden führen. Mit starken oder langanhaltenden Schmerzen empfiehlt sich daher der Gang zum Arzt.

Ähnlich häufig (sechs Prozent) kommt es zu Problemen, weil Patienten Gegenanzeigen nicht berücksichtigen. Ein Schmerzmittel mit Acetylsalicylsäure (ASS) etwa ist nicht für Kinder oder Asthmatiker geeignet. Pro Tag gibt es der ABDA zufolge hochgerechnet mehr als 300.000 arzneimittelbezogene Probleme.
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