Bei Blutungen in der Schwangerschaft immer den Frauenarzt aufsuchen

Von: ddp
Letzte Aktualisierung:
Schwangerschaft
Wohlfühlen in anderen Umständen - Fitness- und Entspannungsübungen tun auch werdenden Müttern gut. Foto: dpa

Hannover. Kommt es während der Schwangerschaft zu Blutungen, gibt es nur einen Rat: „Ruhe bewahren und so bald wie möglich den Frauenarzt aufsuchen, um zu überprüfen, wo das Blut herkommt”, sagt Christian Albring, Gynäkologe aus Hannover und Präsident des Berufsverbands der Frauenärzte.

Als Sofortmaßnahme, sollte der Frauenarzt nicht gleich erreichbar sein, und zur Beruhigung empfiehlt der Experte, sich zunächst einige Minuten hinzulegen - dadurch sei der Blutdruck niedriger und die Blutung werde reduziert.

Blutungen seien zwar immer ein Signal, dass etwas im Körper nicht in Ordnung sei, erläutert der Experte. Aber je nachdem, zu welchem Zeitpunkt der Schwangerschaft die Blutungen auftreten, gebe es verschiedene mögliche Ursachen, von denen einige völlig harmlos seien. „Im ersten Drittel der Schwangerschaft können Blutungen nach einer Reizung der Scheidenschleimhaut auftreten, zum Beispiel bei einer Vaginalinfektion oder nach dem Geschlechtsverkehr”, berichtet der Facharzt. Auch ein Polyp am Gebärmutterhals könne verantwortlich sein. Problematischer sei es, wenn die Blutung auf eine Eileiterschwangerschaft oder eine Fehlgeburt zurückgehe.

Im späteren Verlauf der Schwangerschaft seien Blutungen häufig auf Komplikationen mit der Plazenta, dem Mutterkuchen, zurückzuführen, erklärt Albring - beispielsweise bei Problemen am Rand der Plazenta oder wenn sie den Muttermund bedeckt und dabei den Geburtskanal versperrt.

Plötzlich auftretende krampfartige Schmerzen im Unterbauch und Blutungen könnten auf eine vorzeitige Plazentalösung hindeuten. „Blutungen, die ein bis zwei Tage vor dem errechneten Geburtstermin auftreten, sind dagegen normal”, erklärt Albring, „dabei löst sich ein mit etwas Blut durchsetzter Schleimpfropf: ein Zeichen, dass sich der Gebärmutterhals öffnet und die Geburt bevorsteht.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert