Ballast abwerfen mit Lymphdrainage und Sportmassage

Von: Mascha Schacht, ddp
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Der Frühling ist die richtige Zeit, um Ballast abzuwerfen - in jeder Hinsicht: Die dicken Wintermäntel werden in den Schrank zurückgepackt, und manch einer würde gerne das eine oder andere Kilo Körpergewicht loswerden. Foto: ddp

Düsseldorf. Der Frühling ist die richtige Zeit, um Ballast abzuwerfen - in jeder Hinsicht: Die dicken Wintermäntel werden in den Schrank zurückgepackt, und manch einer würde gerne das eine oder andere Kilo Körpergewicht loswerden.

Wer ohnehin eine Ernährungsumstellung plant oder sich in Absprache mit seinem Hausarzt am Heilfasten versuchen möchte, kann diese Maßnahmen zusätzlich durch entschlackende Massagen unterstützen.

„Unter Schlacken versteht man in der Alternativmedizin Abfallprodukte des Stoffwechsels, die sich in Organen und Geweben ansammeln, beispielsweise Milchsäure, Ammoniak oder Harnsäure”, erklärt Michael Preibsch, Physiotherapeut und Leiter des Kompetenzzentrums Behandlung & Beratung des Deutschen Wellness Verbandes in Düsseldorf: „Normalerweise baut der Körper diese Stoffwechselprodukte von alleine wieder ab, aber unter bestimmten Bedingungen findet dieser Prozess nur verzögert statt.” Etwa dann, wenn jemand über einen längeren Zeitraum viel Stress habe oder sich ungesund ernähre und der Körper daher übersäuere, sagt Preibsch. „Müdigkeit und Abgeschlagenheit können die Folgen sein.”

Wer im Rahmen einer Frühjahrskur entschlacken möchte, für den ist seiner Erfahrung nach die manuelle Lymphdrainage besonders gut geeignet. „Diese ist außerdem wunderbar entspannend, denn sie besteht aus sanften Streichbewegungen”, erläutert der Physiotherapeut. „Selbst bei Depressionen oder Rheuma können die Berührungen Linderung verschaffen.” Eine Einheit dauert 45 bis 60 Minuten und kostet etwa 40 Euro.

Deutlicher schneller geht es bei einer Sportmassage, dafür wird hier aber auch richtig zugepackt. „Bei Menschen, die viel Sport treiben, werden Schlacken zwar meist gut abgebaut, aber manchmal möchte man den Vorgang ganz gezielt beschleunigen. Etwa im Rahmen von Wettkämpfen oder bei Leistungssportlern, bei denen sich aufgrund der hohen körperlichen Belastung besonders viele Schlacken in der Muskulatur ansammeln”, sagt Preibsch. „Bei der rund 30-minütigen Behandlung wendet der Masseur sehr tiefe Griffe an, um beispielsweise Milchsäure aus der Tiefenmuskulatur zu aktivieren.”

Der ideale Massagezeitpunkt ist bei beiden Arten direkt nach einer Trainingseinheit. „Zudem sollte man genügend Zeit für die Nachruhe einplanen”, empfiehlt Preibsch. Bequem auf dem Sofa in eine Decke eingemummelt, hält der Entspannungseffekt noch eine ganze Weile an. Zumindest, wenn die Massage richtig ausgeführt wurde. Preibsch betont: „Mit Entschlackungsmassagen werben auch viele Anbieter, die keinerlei Ahnung davon haben. Daher sollten Interessierte am besten zu einem Masseur oder Physiotherapeuten gehen - und sich im Zweifelsfalle ruhig die Urkunde zeigen lassen.”

Für einen optimalen Effekt rät Preibsch, drei Wochen lang zweimal pro Woche zur Massage zu gehen und anschließend einmal alle zwei Wochen als flankierende Maßnahme. „Wer zusätzlich viel trinkt und auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse und wenig säurehaltigen Lebensmitteln wie Kaffee, Fleisch, Zucker und Alkohol achtet, wird sich schon bald wieder fit und energiegeladen fühlen.”
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