Babyschwimmen verbessert Balance und Koordinationsvermögen

Von: ddp
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Baby Schwimmen
Die frühzeitige Bewegungsschulung im Wasser hat nicht nur eine bessere motorische und geistige Entwicklung des Kindes zur Folge, sondern auch positive Auswirkungen auf die Herz-Kreislauf-Tätigkeiten und die Atmung, sowie einen gewissen Abhärtungseffekt. Foto: ddp

Exeter. Wer seinem Baby einen Gefallen tun möchte, sollte es zur Wassergymnastik schicken: Das sogenannte Babyschwimmen verbessert sowohl den Gleichgewichtssinn als auch das Koordinationsvermögen nachhaltig.

Das hat eine Studie von einem isländisch-britischen Forscherduo ergeben. Die teilnehmenden Eltern hatten mit ihren Kindern mit der Wassergymnastik begonnen, als die Babys zweieinhalb Monate alt waren. Einige Jahre nach dem viereinhalb Monate dauernden Kurs verglichen die Forscher die Koordinationsfähigkeit der nun fünfjährigen Ex-Babyschwimmer mit der einer Kontrollgruppe. Dabei schnitten die wassererfahrenen Kinder deutlich besser ab, berichten Hermundur Sigmundsson und Brian Hopkins von der Norwegian University of Science and Technology in Trondheim im Fachmagazin „Child: Care, Health and Development” (Bd. 36, Nr. 3, S. 428).

19 Babys konnten während jeweils zwei Stunden Wassergymnastik pro Woche vielfältige Bewegungserfahrungen im Wasser machen, etwa bei geführten Purzelbäumen auf einer schwimmenden Matte oder durch das Ergreifen von schwimmenden Gegenständen mit gleichzeitigem Balancehalten auf der Hand ihrer Mutter. Sie absolvierten die Wasserübungen unter Anleitung eines Trainers, der seit mehr als 20 Jahren Wassergymnastik-Kurse für Babys leitete.

Das Babyschwimmen begann, als die Babys zwei bis drei Monate alt waren, wurde jedoch nur bis zum Alter von sieben Monaten fortgesetzt. Viereinhalb Jahre später verglichen die Wissenschaftler anhand von Koordinationsübungen ihre Leistungen mit denjenigen einer Kontrollgruppe aus 19 anderen gleichaltrigen Kindern mit gleichem sozialem Hintergrund.

Die Resultate waren beeindruckend: Die Kinder, die als Babys den Wassergymnastikkurs besucht hatten, schnitten bei Gleichgewichtsübungen und Übungen zur Auge-Hand-Koordination deutlich besser ab als ihre wasserungeübten Kollegen. Dazu gehörte etwa das Stehen auf einem Bein oder das Ergreifen eines Jonglierballs in der Luft.

„Es ist unglaublich interessant, dass diese Wassergymnastik eine deutliche Wirkung auf die weitere Entwicklung der Babys hat. Wie unsere Studie zeigt, werden mit diesen Wasserübungen Greif- und Gleichgewichtsfähigkeit stark verbessert”, sagt Sigmundsson. Neben ihren erstaunlichen motorischen Fähigkeiten - so konnten etwa bereits dreimonatige Babys aufrecht auf der Handfläche des Trainers im Wasser stehen - schienen die Babys auch Spaß an den Übungen zu finden. Sigmundsson und Hopkins sind überzeugt, dass die Wassergymnastik weitere positive Wirkungen hat, etwa auf die Kondition und das Selbstbewusstsein der Kinder.
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