Arzt muss für „Pille” gegen Akne Regress leisten

Von: dpa
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Düsseldorf. Ein Arzt, der die Anti-Baby-Pille nur zur Behandlung von Akne verordnet hat, muss der gesetzlichen Krankenkasse die Kosten erstatten.

Dies hat das Sozialgericht in Düsseldorf entschieden und am Freitag mitgeteilt. Die „Pille” sei ein Verhütungs- und kein Arzneimittel. Den Einwand des Frauenarztes, er habe mit der Pille Hautprobleme wirksam und kostengünstig behandelt, ließ das Gericht nicht gelten.

Dafür sei das Verhütungsmittel nicht zugelassen. Lediglich für Versicherte bis 19 Jahre dürfe die Pille frei verordnet werden. Der Arzt müsse daher Schadenersatz leisten. Das Urteil (Az.: S 14 KA 166/07) ist noch nicht rechtskräftig.

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