Anzeichen für Legasthenie oft schon im Vorschulalter erkennbar

Von: dapd
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Berlin. Mit Sicherheit diagnostiziert werden kann eine Lese-Rechtschreibstörung (Legasthenie) erst im Schulalter. Aber bereits vorher gibt es Anzeichen dafür, wie die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP) in Berlin erklärt. Entsprechend früh sollten betroffene Kinder gefördert werden.

„Als Ursachen einer Legasthenie werden eine gestörte Verarbeitung von Lauten und Buchstaben und ihre Zuordnung zueinander, eine genetische Veranlagung sowie veränderte Hirnfunktionen angenommen”, erläutert Gerd Schulte-Körne von der DGKJP. Insbesondere die eingeschränkte Verarbeitung von Sprachinformationen sei oft schon im Vorschulalter erkennbar - wenn die Kinder beispielsweise Probleme hätten, Reimwörter zu finden. Hier sollte im Kindergarten beziehungsweise seitens der Eltern Frühförderung stattfinden.

Laut dem Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V. weisen in Deutschland schätzungsweise vier bis fünf Prozent der Kinder eine Lese-Rechtschreibstörung auf, Jungen sind häufiger betroffen als Mädchen. Eine Legasthenie kann in der Regel nicht geheilt werden, Betroffene profitieren aber durch frühe und gezielte Förderung.
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