Göttingen - Allergiesaison: Eigentherapie mit regionalem Honig nicht sinnvoll

Allergiesaison: Eigentherapie mit regionalem Honig nicht sinnvoll

Von: dapd
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Göttingen. Allergikern wird immer wieder empfohlen, sich durch den Verzehr von Honig aus der eigenen Region auf die nächste Pollensaison vorzubereiten.

„Es ist richtig, dass in Honig Blütenpollen enthalten sind”, sagt Professor Thomas Fuchs, Facharzt für Dermatologie und Venerologie an der Hautklinik der Universitätsmedizin Göttingen. Aber es gebe keinen Beleg dafür, dass durch den regelmäßigen Löffel Honig eine Toleranz gegen bestimmte Pollen entwickelt werde.

Im Gegenteil, denn Bienenprodukte seien nicht per se harmlose Naturprodukte. „Auch auf Honig kann allergisch reagiert werden - gerade in Verbindung mit Alkohol oder Medikamenten kann Honig sogar der Auslöser für eine allergische Reaktion sein”, sagt der Experte für Allergologie. „Eine Hyposensibilisierung ist bei Allergien häufig sinnvoll und medizinisch notwendig”, sagt Fuchs.

„Aber das kann schon deswegen nicht mit Honig erfolgen, weil jedes Glas Honig als Naturprodukt anders zusammengesetzt ist und es hier keine Standardisierung gibt.” Beim Honig könnten also keine Angaben darüber gemacht werden, wie viel gegessen werden müsse, um eventuell einen positiven Behandlungseffekt zu erzielen.

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