Allergierisiko im Blumentopf: In der Erde findet sich oft Schimmel

Von: ddp
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Weissenburg. Schimmelpilze gedeihen nicht nur in der Natur oder auf verdorbenem Essen, sondern auch in vielen Häusern und Wohnungen. Ihre zum Teil giftigen Sporen können bei manchen Menschen allergische Reaktionen auslösen.

Die schädlichen Beläge sind allerdings nicht nur in Bad oder Keller zu finden, sondern auch in so manchem Blumentopf. „In feuchter Blumenerde oder in Hydrokulturen bilden sich häufig Schimmelpilze”, betont Frank Bartram, Vorsitzender des Deutschen Berufsverbands der Umweltmediziner.

Pflanzenfreunde sollten nach Angaben des Arztes auf weiße, grünliche oder bräunliche Fläume auf Blumenerde oder körnigem Substrat achten. Der Schimmel müsse sich allerdings nicht zwangsläufig an der Oberfläche zeigen. Verborgene Kulturen im Inneren des Topfes ließen sich in vielen Fällen mit Hilfe einer Geruchsprobe feststellen, rät Bartram. So könne man zum Beispiel einen dünnen Stab in den Topfinhalt stechen: Wenn danach ein schimmliger Geruch wahrnehmbar sei, sei der Topf höchstwahrscheinlich mit Pilzen belastet, sagt der Umweltmediziner.

Laut Bartram kann Schimmel sowohl Allergien als auch leichte Vergiftungserscheinungen hervorrufen. Denn Schimmelpilze bildeten als Stoffwechselprodukt häufig sogenannte Mykotoxine, die schwere Asthmaerkrankungen auslösen könnten.

Wenn in Räumen mit Topfpflanzen regelmäßig Beschwerden wie trockene Augen, gereizte Schleimhäute oder ein allgemeines Unwohlsein auftrete, sollte deshalb auf jeden Fall überprüft werden, ob dafür Schimmelpilze im Blumentopf verantwortlich seien, rät der Mediziner. Zur näheren Klärung könne ein Allergologe oder ein Umweltmediziner zu Rate gezogen werden.

Um der Schimmelpilzbildung vorzubeugen, sollte man Zimmerpflanzen laut Bartram vor allem nicht zu intensiv wässern. Eine dünne Schicht heller Quarzsand oder etwas Vogelsand auf der Blumenerde sorge darüber hinaus dafür, dass überflüssige Feuchtigkeit rasch aufgenommen werde.

Allergieempfindliche Menschen sollten besonders wasserbedürftige Pflanzen zudem nicht in der Wohnung aufstellen. Im Schlafzimmern sollten Topfpflanzen vorsichtshalber generell nicht platziert werden.
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